Das Kloster in Altdorf schliesst seine Tore

Eine über 400-jährige Ära geht zu Ende: Im Sommer 2009 müssen auch die letzten sechs Kapuziner das Kloster in Altdorf verlassen.

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Der Leiter des Kapuzinerklosters Altdorf, Bruder Anton Rotzetter, ist bestürzt: «Ich bin davon ausgegangen, dass Altdorf ein sicheres Kloster ist.» (Bild Angel Sanchez/Neue UZ)

Der Leiter des Kapuzinerklosters Altdorf, Bruder Anton Rotzetter, ist bestürzt: «Ich bin davon ausgegangen, dass Altdorf ein sicheres Kloster ist.» (Bild Angel Sanchez/Neue UZ)

Das Kapuzinerkloster Altdorf wird im Sommer 2009 geschlossen. Das teilte die Kapuziner-Region Deutschschweiz gestern mit. «Dieser Entscheid ist uns natürlich sehr schwer gefallen. Aber wir hatten keine andere Wahl», begründet Regionaloberer Willi Anderau. In der deutschen Schweiz gibt es nur noch 150 aktive Kapuziner. Diese werden dringend gebraucht, um das Gemeinschaftsleben in den grösseren Klöstern mitzutragen.

«Emotionaler Tiefschlag»
Bei den Altdorfer Kapuzinern sorgt der Entscheid für Bestürzung. «Das ist für mich ein emotionaler Tiefschlag», sagt Bruder Anton Rotzetter (69), der seit zwanzig Jahren im Kapuzinerkloster in Altdorf lebt und seit 2004 dessen Leiter ist. «Ich wollte eigentlich hier meinen Lebensabend verbringen und auch hier sterben.»

Wie das Kloster in Zukunft genutzt werden soll, ist noch unklar. «Der Entscheid ist ja erst wenige Tage alt», sagt Anton Arnold, der Präsident der Korporation Uri, der das Kloster gehört. 

Philipp und Bruno Arnold 

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Urner Zeitung