Das Landgericht Uri spricht einen waghalsigen Autolenker schuldig

Ein damals in Uri wohnhafter Portugiese wird zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten und einer Busse von 1240 Franken verurteilt. Zudem soll er die Verfahrenskosten von 6300 Franken übernehmen.  

Markus Zwyssig
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Das Landgericht Uri erachtet einen heute 26-jährigen Portugiesen der mehrfachen groben Verkehrsregelverletzung schuldig. Dazu kommt das Führen eines Motorfahrzeugs trotz Führerausweisentzug und der mehrfache vorsätzliche unbefugte Konsum von Betäubungsmitteln. Dafür soll er mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten sowie einer Busse von 1240 Franken bestraft werden. Der Vollzug der Freiheitsstrafe soll aufgeschoben und die Probezeit auf drei Jahre angesetzt werden. Die Verfahrenskosten von 6300 Franken sollen ebenfalls zu Lasten der verurteilten Person gehen.  

Und darum geht's: Der heute 26-jährige Portugiese soll am 21. August 2018, bei einer Fahrt um die Mittagszeit von Altdorf nach Erstfeld, die Verkehrsregeln massiv verletzt haben. Das Gericht verurteilt ihn nun, weil er zu schnell unterwegs war, die Sicherheitslinie überfahren, zu wenig Abstand zum vorderen Fahrzeug eingehalten, und mehrmals vor unübersichtlichen Kurven überholt hat. Zudem soll er ohne gültigen Fahrausweis unterwegs gewesen sein und im Vorfeld Cannabis und Kokain konsumiert haben. Am 3. März fand vor dem Landgericht Uri die Hauptverhandlung statt. Der Beschuldigte, der heute in Portugal lebt, war vom persönlichen Erscheinen dispensiert.

Gerichtsurteil liegt auf der Linie der Staatsanwaltschaft

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von 20 Monaten bedingt bei einer Probezeit von drei Jahren beantragt. Dazu verlangte sie eine Busse von 3000 Franken. Die Staatsanwaltschaft forderte, dass der Beschuldigte ausserdem des Landes verwiesen wird. Anders sah dies der Verteidiger. Dieser hatte an der Hauptverhandlung eine bedingte Geldstrafe von 60 Tagessätzen à 10 Franken als angemessen erachtet. Der Beschuldigte hatte in der Vergangenheit verschiedene der ihm zur Last gelegten Verfehlungen bestritten. 

Die Parteien haben nun die Möglichkeit, innert zehn Tagen nach Zustellung des Dispositivs ein begründetes Urteil zu verlangen.

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