Das Pfrundhaus im Urnerboden erstrahlt
in neuem Glanz

Das Pfrundhaus Urnerboden wurde 2019/2020 innen und aussen saniert. Räumliche Anpassungen ergaben eine zusätzliche vollwertige Wohnung.

Franz Imholz
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Das neu renovierte Pfrundhaus auf dem Urnerboden von aussen.

Das neu renovierte Pfrundhaus auf dem Urnerboden von aussen.

Franz Imholz (Spiringen/Urnerboden, 14. April 2020)

Ein Blick zurück: Nach dem Neubau der Kirche auf dem Urnerboden 1915 realisierte die Kirchgemeinde Spiringen 1959/1960 den Neubau des Pfrundhauses. Im neuen Pfrundaus waren Schulräume und eine Kaplanwohnung untergebracht. 1940 besuchten 35 Kinder die Primarschule auf dem Urnerboden, 1960 waren es noch deren 25. Bis 2001 konnte eine Gesamtschule auf dem Urnerboden aufrechterhalten werden. Da die Schülerzahl unter fünf Kinder fiel, schloss der Regierungsrat  2001 die Schule Urnerboden. 2003 verliess auch der der Seelsorger die Kaplanei Urnerboden.

Aus diesen Gründen erfüllte das Pfrundhaus die ursprüngliche Funktion nicht mehr. Heute sind der Dorfladen und drei Wohnungen darin untergebracht. Seit 2012 betreibt Monika Herger im ehemaligen Schulzimmer den Dorfladen Urnerboden.

Start zur Sanierung war im Jahr 2018

Die Gemeindeversammlung Spiringen bewilligte am 8. November 2018 einen Kredit über 456'000 Franken für die Sanierung des Pfrundhauses. Der Kirchenrat Spiringen mit den Architekten Reto und Erwin Scheiber, Schattdorf, planten eine Renovation in drei Etappen. In der ersten Etappe bekam das Pfrundhaus eine komplett neue Aussenhülle, neue Fenster und ein neues Dach. Aus Kostengründen realisierte die Bauherrschaft die zweite und dritte Etappe zusammen. Einheimische anerboten sich, die Arbeiten den Winter über fortzuführen. Die Arbeitsvergaben für Elektrisch und Sanitär wurden aus geografischen Gründen ins Glarnerland vergeben.

Das Haus erhielt alsdann eine neue Elektroinstallation und neue Sanitärleitungen. Die Wohnung im ersten Obergeschoss und die 2½-Zimmer-Wohnung wurden total erneuert. Durch räumliche Optimierung konnte im ersten Obergeschoss eine vollwertige 2½-Zimmer-Wohnung gewonnen werden. Durch hervorragendes Engagement und eine funktionierende Organisation der «Urnerbödeler»  können die Sanierungsarbeiten bis Ende April 2020 abgeschlossen werden.

Anton Gisler, Vizepräsident des Kirchenrates Spiringen, sagte: «Wir sind glücklich und sehr zufrieden, dass diese Sanierung dank dem vorbildlichen Mitwirken der Urnerbödeler praktisch in der halben Zeit realisiert werden konnte.»