Das Programm für die Denkmaltage im Kanton Uri steht

«Weiterbauen» ist das Motto der Europäischen Tage des Denkmals 2020. Der Kanton Uri befasst sich mit Kulturgut im Oberland und im Urserntal.

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Der Kanton Uri bietet unter anderem Dorfrundgänge durch Hospental an.

Der Kanton Uri bietet unter anderem Dorfrundgänge durch Hospental an.

Bild: Urs Hanhart (7. Juni 2018)

(mah) Im Rahmen der Europäischen Tage des Denkmals plant der Kanton Uri am 5., 12. und 13. September insgesamt sieben öffentliche und kostenlose Veranstaltungen. Das Thema «Weiterbauen» steht dabei europaweit im Zentrum: Seit jeher wird weitergebaut, erneuert und der Bau den Bedürfnissen angepasst. Genau deshalb soll dieser Normalfall des «Weiterbauens» an den Denkmaltagen thematisiert werden. Geplant sind Dorfrundgänge in Andermatt und Hospental, eine geführte Wanderung entlang der historischen Gotthardbahnlinie, ein Besuch im neurenovierten Bahnwärterhaus Eggwald bei Wassen, eine Baustellenbesichtigung im ehemaligen Hotel Meyerhof in Hospental sowie einen Einblick hinter die Kulissen des Tourismusresorts Andermatt Reuss. Die Angebote seien dabei bewusst so gewählt, dass sie trotz des Coronavirus eindrückliche Erlebnisse bieten können, teilt der Kanton Uri mit.

Eröffnungstag mit einer Podiumsdiskussion findet in Andermatt statt

Uri ist bei der Organisation nicht auf sich gestellt: Bereits zum zehnten Mal spannen die fünf Innerschweizer Kantone Luzern, Obwalden, Nidwalden, Schwyz und Uri für die Denkmaltage zusammen. Die Kantone geben jeweils ein gemeinsames Programmheft heraus und eröffnen die Denkmaltage in der Innerschweiz mit einer Innerschweizer Auftaktveranstaltung. Diese findet in diesem Jahr für einmal nicht in Luzern, sondern in Andermatt statt – und zwar am Samstag, 5. September 2020 um 13 Uhr in der Kantine «Cucina Macolina» auf dem Kasernenplatz. Davor und danach stehen weitere ergänzende Veranstaltungen in Andermatt auf dem Programm.

Die Innerschweizer Denkmaltage beginnen mit einer Podiumsdiskussion über den Bau des Tourismusresorts Andermatt Reuss. Die Planung des Resorts gilt inzwischen als ein Lehrbeispiel der jüngeren Schweizer Architektur, indem das Resort eine Ansammlung verschiedener Architekturen vereinigt. Auf dem Podium diskutieren der Urschner Talammann Beat Schmid, der kantonale Denkmalpfleger Thomas Brunner und die beiden Architekten Lando Rossmaier und Kurt Aellen, die bei der Planung des Andermatter Tourismusresorts mitgewirkt hatten. Kultur- und Architekturjournalistin Karin Salm wird das Gespräch moderieren, der Urner Regierungsrat Daniel Furrer und Gerold Kunz, Denkmalpfleger des Kantons Nidwalden und Mitherausgeber der Architekturzeitschrift «Karton», werden entsprechende Inputreferate halten.

Europaweit sind 50 Länder mit dabei

Die Europäischen Tage des Denkmals gibt es seit 1991 und werden seit 1994 jährlich auch in der Schweiz durchgeführt. Der Anlass geht auf eine Initiative des Europarats zurück und wird durch die Europäische Union unterstützt. Dementsprechend finden die Denkmaltage in 50 Ländern statt. Europaweit nehmen bis zu 20 Millionen Menschen am Anlass teil. Das schweizweite Programm – nach einem jährlich wechselnden Motto – wird von der Nationalen Informationsstelle zum Kulturerbe NIKE in Bern koordiniert, wozu alle Kantone – vertreten durch die jeweiligen Fachstellen für Denkmalpflege – einen Beitrag leisten.

Die Broschüre der Innerschweizer Kantone mit detaillierten Informationen sind auf der Website des Kanton Uri zu finden. Schweizweise Veranstaltungen sind ersichtlich unter: www.hereinspaziert.ch.