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Das sagt die Urner Regierung zur UKB-Strategie

Im Zusammenhang mit der neuen Strategie der UKB wurden im Landrat mehrere Vorstösse eingereicht. Nun hat die Urner Regierung Antworten parat: Sie steht hinter den Plänen der Bankleitung, fordert aber eine offenere Kommunikation.
Markus Zwyssig
Der Hauptsitz der Urner Kantonalbank in Altdorf. (Bild: Corinne Glanzmann, Altdorf, 18. Oktober 2018)

Der Hauptsitz der Urner Kantonalbank in Altdorf. (Bild: Corinne Glanzmann, Altdorf, 18. Oktober 2018)

Die UKB-Bankleitung musste sich Kritik anhören, weil die Urner Regierung bei der Erarbeitung der neuen Strategie keine Konsultation stattgefunden hatte. Das wurde mittlerweile nachgeholt. Der Bankrat der UKB habe der Regierung die Gesamtstrategie wie auch die Distributionsstrategie (DS) 2021 dargelegt. Und die Regierung habe im Rahmen seiner Zuständigkeit dazu Stellung genommen, heisst es in einer Mitteilung.

Die Urner Regierung steht hinter der Strategie 2021 und ist der Ansicht, dass der Bankrat zielführende Entscheide getroffen hat. Auch kann er die DS 2021 als Teil der Gesamtstrategie der UKB nachvollziehen. Im Rahmen des Konsultationsprozesses haben die Regierung und der Bankrat der UKB die deutliche Reaktion der Bevölkerung aufgenommen und eine gemeinsame Arbeitsgruppe eingesetzt. Darin sind auch Gemeinden vertreten.

«Die Arbeitsgruppe soll in sogenannten Denkräumen einen Lösungsfächer über die eigentliche Distributionsstrategie und die damit zusammenhängenden Bankdienstleistungen hinaus erarbeiten», heisst es in der Mitteilung. Mehrere Veranstaltungen haben bereits stattgefunden. Erste Resultate und das weitere Vorgehen werden am 9. Mai an einer Medienkonferenz vorgestellt.

Regierung konnte sich ein umfassendes Bild machen

Die Regierung habe sich im Rahmen des Konsultationsverfahrens ein umfassendes Bild über die Herausforderungen der UKB machen können, heisst es in der Mitteilung. Dazu gehörten die rasch voranschreitende Entwicklung durch die Digitalisierung, aber auch verschärfte Auflagen des Regulators, das Tiefzinsniveau, die wachsende Konkurrenz und das veränderte Kundenverhalten. Mit der Strategie 2021 wolle die Urner Kantonalbank auf die beschleunigte Entwicklung reagieren und weiterhin Garant für Wachstum und Prosperität im Kanton sein.

Für die Regierung ist die Vorgabe der Eigentümerstrategie nach der nachträglich durchgeführten Konsultation erfüllt. Es obliege letztlich dem Bankrat der UKB, im Rahmen seiner Zuständigkeit konkrete Optimierungen an der DS 2021 zu erarbeiten und in die Umsetzung einfliessen zu lassen. Diesbezüglich erwartet die Regierung «wertvolle Impulse aus dem Prozess Denkräume».

Im Rahmen der «Denkräume» sollen vor allem auch die Anliegen der Urner Gemeinden aufgenommen werden. Die «Denkräume» sollen den aktuellen Herausforderungen der Bank, des Kantons als Eigentümer sowie der Gemeinden ganzheitlich Rechnung tragen. Letztlich soll für die Urner Kantonalbank die Grundlage geschaffen werden, um die Distributionsstrategie 2021 zu optimieren und gleichzeitig den Anliegen der Regionen und der Kundschaft der UKB gerecht zu werden.

Regierung beantwortet zwei Vorstösse

Die Regierung hat zwei landrätliche Vorstösse zur Urner Kantonalbank beantwortet. Sie empfiehlt dem Landrat, die Motion der SVP-Fraktion (Christian Schuler, Erstfeld), zur Strategie der Urner Kantonalbank nicht erheblich zu erklären. Die Regierung sieht kein Fehlverhalten des Bankrats, auch wenn dieser die Entschiede nicht optimal kommuniziert hat. Sie sieht keinen Grund, die Bankspitze abzuberufen. Es dränge sich auch nicht auf, den volkswirtschaftlichen Auftrag an die UKB neu zu definieren, so die Regierung.

Zudem empfiehlt die Regierung, eine Parlamentarische Empfehlung von Claudia Gisler (CVP, Bürglen) zur Neuausrichtung des Geschäftsstellennetzes und zur Modernisierung der Vertriebsstrategie der Urner Kantonalbank teilweise zu überweisen. Der Regierungsrat will die Neuausrichtung der UKB nicht direkt mit der Lösungsfindung mit den betroffenen Gemeinden verknüpfen. Er teilt aber die Ansicht der Erstunterzeichnerin, wonach die Bankleitung die Notwendigkeit der aufgezeigten Massnahmen öffentlich aufzeigen soll, wie sie der «gesamtwirtschaftlichen Entwicklung des Kantons» dienen will.

«Der gute Ruf der Kantonalbank hat in den letzten Monaten gelitten», so die Regierung. «Eine offenere Kommunikation, zusätzliche Informationen und Erklärungen zur Strategie sowie die bessere Vermittlung der dahinter stehenden Absichten und Werte sollen die Reputation der Urner Kantonalbank nachhaltig verbessern und wo nötig wiederherstellen.»

Für die Landratssession vom 22. Mai sind neben den beiden Vorstössen auch das Jahresergebnis, der Geschäftsbericht und die Gewinnverwendung der Urner Kantonalbank 2018 traktandiert.

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