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Kleine Urner Skigebiete warten sehnlichst auf Schnee

Im Urner Unterland stehen die Lifte in mehreren Skigebieten still. Damit ist die Saison zu einem grossen Teil gelaufen. Denn fehlende Einnahmen während der Weihnachtszeit sind auch mit besten Verhältnissen nach dem Jahreswechsel kaum mehr zu kompensieren.
Bruno Arnold
In den kleinen Urner Skigebieten liegt zurzeit zu wenig Schnee. (Bild: PD (Ratzi, 27. Dezember 2018)

In den kleinen Urner Skigebieten liegt zurzeit zu wenig Schnee. (Bild: PD (Ratzi, 27. Dezember 2018)

Die Leute hätten Zeit, das Wetter stimmt, doch an Schneesport ist in mehreren der kleinen Skigebiete im Urner Unterland zurzeit nicht zu denken. So stehen die Skilifte auf dem Haldi und auf den Eggbergen – trotz Ferienzeit sowie da und dort stahlblauem Himmel – weiterhin still. Zu dünn ist die Schneedecke, nicht zuletzt aufgrund der Regenfälle und der warmen Temperaturen der vergangenen Tage.

Auch auf dem Ratzi musste der Betrieb des Skilifts am Donnerstagabend eingestellt werden. «Wir haben alles versucht und von überallher Schnee zu den kritischen Stellen geführt, aber jetzt müssen wir schweren Herzens aufgeben», sagt Hans Herger. Er ist Verwaltungsratspräsident der Skiliftgenossenschaft Spiringen, die den Skilift im Gebiet Ratzi–Rietlig–Obere Gisleralp betreibt. «Im obersten Teil sieht es zwar recht gut aus, aber bei der Talstation des Skilifts wird es immer prekärer», erklärt Herger. «Wir müssen nun auf kältere Temperaturen und auf Niederschläge hoffen, aber momentan sieht es leider nicht danach aus. Wir beherrschen einiges, aber schneien können wir leider noch nicht», sagt er – und schmunzelt. Fatalismus pur.

Hohe Temperaturen sind grösstes Problem

In Gitschenen hat man den Skilift am Mittwoch in Betrieb genommen – allerdings nur im obersten Teil bis zum Fränzenegg. «Immerhin kann man einen kleinen Teil unseres Skigebiets benützen», sagt Pirmin Bissig von der Skiliftgenossenschaft. «Solange es die Wetter- beziehungsweise Schneeverhältnisse zulassen, werden wir versuchen, den Betrieb aufrechtzuerhalten.»

Auf dem Biel sind ab Freitag alle Pisten geöffnet und alle Anlagen in Betrieb. «Momentan sind die Verhältnisse noch recht gut», sagt Hans Schuler von der Biel Kinzig AG. «Aber die für diese Jahreszeit relativ hohen Temperaturen machen auch uns zu schaffen. Wir werden die Situation von Tag zu Tag beurteilen müssen.»

Schneehüenerstock-Express fährt wieder

In der Skiarena Andermatt wurde am Samstag, 22. Dezember, der Schneehüenerstock-Express offiziell eröffnet. Damit konnte das letzte Puzzlestück der Skigebietsverbindung Andermatt–Sedrun eingefügt werden. Die durchgehende Verbindung der Skigebiete mit Anlagen und Pisten war aber bereits am 25. Dezember wieder unterbrochen. Der Grund: Der Schneehüenerstock-Express konnte wegen eines technischen Defekts nicht betrieben werden. Auch die dortigen Pisten blieben gesperrt, weil die nötigen Sprengungen, um das Skigebiet vor Lawinen zu schützen, nicht vorgenommen werden konnten. Die technischen Probleme sind mittlerweile behoben worden. Das heisst: Seit dem 26. Dezember sind in der Skiarena Andermatt-Sedrun alle Anlagen in Betrieb und alle Pisten offen. (bar)

Auch auf dem Brüsti oberhalb von Attinghausen wird man die Situation täglich neu beurteilen müssen. Dort ist der Skilift seit Mittwoch in Betrieb. «Er war eigentlich sehr gut frequentiert, und die Wintersportler zeigten sich überrascht von den Verhältnissen», hält Pistendienstchef Peter Scheiber auf Anfrage fest. «Obwohl nur rund 15 bis 30 Zentimeter Schnee liegen, sind die Pisten zurzeit recht gut zu befahren, auch wenn die Unterlage relativ hart ist.» Auch Scheiber hofft auf Schneefall. «Solange es die Verhältnisse erlauben, werden wir aber den Lift sicher laufen lassen.»

Ausfall ist kaum mehr zu kompensieren

Gerade für die kleinen Urner Skigebiete sind gute Frequenzen während der Weihnachtstage von grösster Bedeutung. Fakt ist: Wer den Gästen – vor allem auch den Ferienhausbesitzern in den Skigebieten – während des Jahreswechsels nichts bieten kann, für den ist die Saison bereits zu einem grossen Teil gelaufen. Fehlende Einnahmen während der Weihnachtszeit sind auch mit besten Verhältnissen nach dem Jahreswechsel kaum mehr zu kompensieren. Kommt hinzu, dass der Saisonkartenverkauf meistens schlechter ausfällt, wenn die Transportanlagen während der Weihnachtszeit stillstehen.

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