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«Das wird ein Dokfilm für Gross und Klein»

Nachgefragt

Tony Gnos, gibt es im Kanton Uri eigentlich besonders gute Plätze, um röhrende Hirsche zu beobachten?

Als idealen und sicheren Beobachtungsplatz würde ich in erster Linie das Brunnital nennen, ein Seitental des Schächentals, das in Unterschächen abzweigt. Ideal für Kinder ist etwa die Benützung des Wanderwegs von der Sittlisalp zur Brunnialp und dann weiter zur Talstation der Sittlisalp-Luftseilbahn. Die Wanderung dauert ungefähr zwei Stunden. Von diesem Weg aus kann man auf der anderen Talseite mit einem Fernglas immer wieder röhrende Hirsche beobachten.

Wann ist die beste Zeit, um im Brunnital Hirsche zu beobachten?

Von Ende September bis Anfang Oktober. Wichtig ist aber, dass man die markierten Wege nicht verlässt, um die Hirsche bei der Paarungszeit nicht zu stören. Die beste Zeit ist gegen Abend.

Welche Gebärden sind beim männlichen Rothirsch zu beobachten?

Erwähnt seien das Herausstrecken der Zunge, die in kurzen Abständen über die Nase fährt, aber auch das Flehmen, also das Hochziehen der Oberlippe, ohne dabei einen Laut abzugeben. So verstärkt der Rothirsch den aufgenommenen Geruch der brunftigen Hirschkuh. Zu sehen ist auch das Drohen mit den Zähnen, wenn der Hirsch einem männlichen Konkurrenten die Eckzähne zeigt, in der Fach­sprache die Grandeln.

Wann kommen die Jungtiere zur Welt?

Die Hirschkuh setzt im Mai oder Juni nach einer Tragzeit von etwa 240 Tagen ein oder seltener auch zwei Kälber. Die Hirschkälber sind schon nach wenigen Stunden in der Lage, der Mutter zu folgen. Doch werden die Jung­tiere in den ersten zwei Lebenswochen noch an einem sicheren Platz abgelegt.

Was ist eigentlich unter einem Platzhirsch zu verstehen?

Das ist ein Hirsch, der während der Brunft ein Rudel Weibchen beherrscht. Um das Rudel zusammenzuhalten, umkreist er es ständig und hält so die Nebenbuhler fern.

Sie haben die ganze Brunft gefilmt: Was kann man erwarten, wenn der Film ganz fertig ist?

Der neue Dokfilm heisst «Die magische Kraft der Jahreszeiten». Im Moment sind wir gemäss Drehbuch am Filmen der einzelnen Herbstszenen. Das fertige Werk dürfte Ende 2018 vorliegen. Ich bin überzeugt: Es wird ein tolles und unvergessliches Naturerlebnis gezeigt – ein Dokfilm für Gross und Klein. (red)

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