Den Neat-Arbeitern ist es zu heiss

Arbeiter der Neat-Baustelle haben während 32 Stunden die Arbeit niedergelegt. Sie protestieren damit gegen zu hohe Temperaturen und eine zu hohe Luftfeuchtigkeit im Gotthard-Basistunnel.

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Ein Arbeiter im Gotthard-Basistunnel. (Bild: Archiv Keystone)

Ein Arbeiter im Gotthard-Basistunnel. (Bild: Archiv Keystone)

Rund 40 Arbeiter auf der Alptransitbaustelle in Faido (Tessin) haben am späten Donnerstagabend für rund 32 Stunden die Arbeit niedergelegt. Grund seien die zu hohen Temperaturen im Tunnel, teilte die Gewerkschaft Unia am Freitag mit.

Gesundheitliche Probleme erlitten

Bei teilweise bis zu 36 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit würden keine akzeptablen Arbeitsbedingungen mehr herrschen, sagte ein Gewerkschafter der Unia auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Mehrere Arbeiter hätten gesundheitliche Probleme erlitten.

Die Unternehmung, das Konsorzio TAT, habe daraufhin die Betonierungsarbeiten in der Weströhre bis Montag komplett unterbrechen lassen. Es sollen technische Verbesserungen am Lüftungssystem vorgenommen werden, sagte ein Sprecher der TAT.

Die Baustelle befinde sich in einer sehr schwierigen und besonders heissen Zone, erläuterte er. Unter der Kontrolle des Unfallversicherers Suva werde bereits an dem Problem gearbeitet.

Richtlinie der Suva

Gemäss Suva-Richtlinie sollte die Temperatur im Untertagebau 28 Grad Celsius Trockentemperatur nicht überschreiten. Laut Suva können kurzzeitige, maximal eine Woche dauernde, Überschreitungen der Temperatur unter bestimmten Umständen toleriert werden. Dies, wenn die Temperatur während jeder Schicht an allen relevanten Stellen gemessen wird und wenn das Bauunternehmen unverzüglich Massnahmen einleitet, um durch technische Mittel die Temperatur wieder unter den Grenzwert von 28 Grad C. zu bringen. Bei Einsätzen über 32 Grad sollte jedoch die Beurteilung eines Spezialisten eingeholt werden.

sda