«Der Alpenschutz soll ausgehebelt werden»

Der Vorschlag des Lastwagenverbandes ASTAG, das Verlagerungsziel von 650'000 alpenquerenden Lastwagen nach oben aufzuweichen, ist für die Alpen-Initiative inakzeptabel.

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Lastwagen bei der Gotthard Tunnelaus- und Einfahrt bei Göschenen. (Bild: Keystone)

Lastwagen bei der Gotthard Tunnelaus- und Einfahrt bei Göschenen. (Bild: Keystone)

Die ASTAG gebe vor, etwas für die Verlagerung der Güter auf die Schiene zu tun, schreibt die Organisation in einer Stellungnahme. Doch eigentlich wolle der Verband den Alpenschutz aushebeln.

«Die Verlagerungspolitik ist nicht gescheitert, es hat bislang nur am politischen Willen gefehlt, sie konsequent umzusetzen. Wir haben die Zeit und die Pflicht, das Ziel bis 2018 zu erreichen», sagt Fabio Pedrina, Präsident der Alpen-Initiative mit Sitz in Altdorf.

Mehr Lastwagen auf den Strassen machten diese noch unsicherer. Sie untergrüben zudem die Wirtschaftlichkeit der Neat.

Die vom ASTAG bekämpfte Alpentransitbörse sei das effizienteste und kostengünstigste Instrument, um die Güter auf die Bahn zu bringen und das Verlagerungsziel zu erreichen. «Zusammengefasst: Die Vorschläge der ASTAG sind eine Nicht-Verlagerungsstrategie!», erklärt Alf Arnold, Geschäftsführer der Alpen-Initiative.

sda/ks