Urner Senioren lernen in Altdorf die Tücken der Mobilität kennen

Der Verkehrsclub Uri organisiert auch dieses Jahr einen Mobilitätskurs für Senioren, um ihnen so zu mehr Sicherheit zu verhelfen.

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Gerade bei älteren Generationen sorgen die Billettautomaten oft für Unsicherheiten. Ein Mobilitätskurs soll Hemmungen abbauen.

Gerade bei älteren Generationen sorgen die Billettautomaten oft für Unsicherheiten. Ein Mobilitätskurs soll Hemmungen abbauen.

Bild: PD

(mah) Immer mehr Bahnhofsschalter schliessen, die Zugbillette müssen immer regelmässiger am Automaten gekauft werden. Doch gerade ältere Generationen haben oft noch die einen Billettautomaten bedient. Umsteigezeiten sind kurz und die Tarifsysteme kompliziert. Die Sektion Uri des Verkehrsclub Schweiz organisiert deshalb mit Pro Senectute Uri den Kurs «Mobil sein & bleiben».

Mit den Partnern SBB, Kantonspolizei Uri und der Auto AG Uri wird der Generation das Thema Mobilität im Alltag nähergebracht – mit all seinen Tücken. Die Kurse finden seit 2016 regelmässig im Kanton Uri statt, und auch dieses Jahr wird er im September durchgeführt. Die Teilnehmenden seien vor allem pensionierte Autofahrer, die ihren Führerschein in naher Zukunft abgeben wollen, so der Verkehrs-Club Uri in einer Mitteilung. Der Kurs dauert einen halben Tag, im Zentrum steht die praktische Schulung an den Billettautomaten.

Weiter lernen die Seniorinnen und Senioren das nationale und lokale ÖV-Angebot kennen und erhalten praktische Tipps vom Gepäcktransport bis hin zu Sparmöglichkeiten beim Billettkauf. Ein weiterer Aspekt, der thematisiert wird, sei die Verkehrssicherheit. Dabei gehe es um die spezifischen Herausforderungen im Alter – wie längere Reaktionszeiten oder neue Strassenverkehrsregeln. Diese Schulung erfolgt durch die Polizei. Ältere Menschen seien laut VCS Uri am häufigsten zu Fuss unterwegs – über 90 Prozent von ihnen täglich.

Frühzeitiges Üben führt zur nötigen Routine

Die Reaktionen der Teilnehmenden auf die früheren Mobilitätskurse seien durchwegs als positiv gewesen, so der Veranstalter: «Ich bin zur Überzeugung gekommen, dass ich den Billettautomaten bedienen kann. Er beisst nicht», bemerkt ein Senior mit einer Prise Humor. Ein anderer ist überzeugt: «Wenn ich das Autofahren aufgebe, werde ich ein GA kaufen, solange ich mobil sein kann!» Die Kursorganisatoren plädieren dafür, unbedingt frühzeitig regelmässig Bus oder Zug fahren, um hierfür die nötige Routine zu bekommen.

Der nächste Mobilitätskurs findet am 29. September von 13.30 bis 17 Uhr in Altdorf statt. Ein Schutzkonzept ermöglicht die coronakonforme Durchführung. Anmeldungen an Pro Senectute Uri, Tel: 041 870 42 12 / E-Mail: info@ur.prosenectute.ch