Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Der CVP geht es schlicht nur um Macht

Zur Abstimmung über das Urner Landratswahlsystem

Die vom Bundesgericht verlangte Änderung des Wahlsystems wird von der wählerstärksten Urner Partei ausgenützt, das Majorzsystem auszubauen. Die CVP verlangt nicht zum ersten Mal, dass wieder vermehrt im Majorz gewählt wird. Sie war dagegen, als 1989 das Proporzwahlsystem eingeführt wurde, und hat im 2012 nochmals einen Angriff gestartet und die Abstimmung wieder verloren. Zwei Mal hat das Urner Volk entschieden, dass in kleinen Gemeinden mit 1 oder 2 Landratssitzen im Majorz und in allen anderen Gemeinden im Proporz gewählt wird. Reichen diese zwei Mal noch nicht? Wird das Urner Volk von der CVP etwa nicht ernst genommen?

Mit praktischen Vorteilen hat diese Absicht nämlich gar nichts zu tun. Es geht nur darum, Sitze, die in den letzten Jahren verloren gingen, wieder zurückzuerobern. Da geht es schlicht nur um Macht und nicht um eine faire Vertretung aller Urnerinnen und Urner im Landrat. Fair ist, wenn alle abgegebenen Stimmen einen Wert haben und das ist beim Proporz der Fall. Im Majorz gehen nämlich alle Stimmen, die nicht für die gewählten Personen waren, verloren.

Ich lasse mich nicht um den Finger wickeln und bestehe darauf, dass weiterhin fair gewählt werden kann. Deshalb werde ich überzeugt ein Nein bei der Verfassungsänderung einlegen.

Adriano Prandi, Landrat, Altdorf

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.