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Der Lehrstellenwechsel von Schwyz nach Altdorf ist geglückt

Die Schwyzerinnen musste sich im Lehratelier in Altdorf an engere Platzverhältnisse gewöhnen. Doch sie heben auch positive Aspekte hervor. Am Mittwoch konnte man den Lernenden für Bekleidungsgestaltung am BWZ Uri über die Schultern blicken.
Silvia Camenzind und Urs Hanhart
Michelle Fix (links) und Patrizia Gwerder, die ihre Lehre im Atelier Stoffart in Schwyz gestartet haben, beenden die Ausbildung nun in Altdorf. (Bild: Silvia Camenzind)

Michelle Fix (links) und Patrizia Gwerder, die ihre Lehre im Atelier Stoffart in Schwyz gestartet haben, beenden die Ausbildung nun in Altdorf. (Bild: Silvia Camenzind)

Auf Ende des vergangenen Schuljahres schloss das Lehratelier Stoffart der FFS in Schwyz für immer. Alle sechs Lernenden kamen im Lehratelier in Uri unter. Im Berufs- und Weiterbildungszentrum in Altdorf können die künftigen Bekleidungsgestalterinnen in der Fachrichtung Damenbekleidung ihre Lehre beenden.

Patrizia Gwerder aus Muotathal und Michelle Fix aus Willerzell ging die Schliessung des Ateliers in Schwyz nahe. Es war für sie ein trauriges Kapitel. Sie schätzten den Standort Schwyz. Nach fast einem Jahr in Uri sagt Michelle Fix: «Wir tragen schon etwas Frust in uns, dass das Atelier in Schwyz zugegangen ist. Doch daran können wir nichts ändern.» Michelle Fix hat in Schattdorf ein Zimmer bezogen und sich zuerst etwas eingeengt gefühlt, ihr fehlte die Weite von Willerzell. Doch inzwischen habe sie sich mit dem Urnerland angefreundet. Patrizia Gwerder pendelt von Muotathal nach Altdorf. Inzwischen kann sie Auto fahren, was ihr die Anreise zum Lehrbetrieb erleichtert.

Die Muotathalerin spricht von einer anfänglich schwierigen Umstellung. «Wir hatten Platzprobleme, das war etwas schwierig», sagt Michelle Fix. Patrizia Gwerder ergänzt: «Wir kommen von einem grossen Atelier. Hier mussten wir uns daran gewöhnen, dass anders gearbeitet wird.»

Neuer Standort, neue Chance

Die beiden sind glücklich, die Lehre in Altdorf beenden zu können, und betonen heute die positiven Aspekte. Sie bezeichnen es als Chance, dass sie während der Lehre Einsicht in einen anderen Betrieb hatten. Und wenn sie Ende Mai die Lehre beenden werden, wird die Lehrabschlussprüfung in Altdorf stattfinden, was beide als «kleinen Heimvorteil» bezeichnen. Nach der Lehre wird Michelle Fix an der Schweizerischen Textilfachschule (STF) eine Weiterbildung in Visual Merchandising starten. Sie wird danach unter anderem Schaufenster ausstatten können. Patrizia Gwerder beabsichtigt, eine Pause einzulegen und im Sommer auf einer SAC-Hütte mitzuhelfen.

In Altdorf werden Lernende aus verschiedenen Zentralschweizer Kantonen unterrichtet. Atelierleiterin Gerda Walker sagt, es sei zu Beginn bei der Zusammenführung der Teams ein grosser Vorteil gewesen, dass sich alle von der Berufsschule her bereits gekannt hätten. Sie bezeichnet die Platzverhältnisse im Lehratelier als der Realität entsprechend. Im Beruf oder auch privat habe man meist nicht mehr Platz zum Arbeiten zur Verfügung. Nach Abschluss der Lehre sei Flexibilität gefordert, denn Arbeitsstellen gebe es meist nicht vor der Haustüre. Wer sich für Fashion-Design- oder Theaterschneiderei interessiere, müsse nach Zürich oder ins Ausland.

Beim Modeapéro im Lehratelier am BWZ in Altdorf bekamen die Besucher einen Einblick in die Arbeit der angehenden Bekleidungsgestalterinnen. (Bild: Urs Hanhart, 3. April 2019)

Beim Modeapéro im Lehratelier am BWZ in Altdorf bekamen die Besucher einen Einblick in die Arbeit der angehenden Bekleidungsgestalterinnen. (Bild: Urs Hanhart, 3. April 2019)

Elf Jugendliche absolvieren die Ausbildung am BWZ Uri

Gestern veranstaltete das Lehratelier einen Modeapéro, den es schon seit 24 Jahren gibt, jeweils im Turnus von anderthalb Jahren. «Die Besucher hatten heute Gelegenheit, den angehenden Bekleidungsgestalterinnen bei der Arbeit über die Schultern zu schauen. Zudem gab es auch eine kleine Ausstellung mit Bekleidungs-Prototypen. Diesmal handelt es sich vor allem um Sommer-Outfits», erklärte Walker. «Eines unserer Ziele ist es, den Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Viele Leute wissen nämlich gar nicht, dass es dieses Lehratelier gibt und die Möglichkeit besteht, Kleider nach Wunsch und Mass anfertigen zu lassen.» Momentan absolvieren zehn Frauen und ein Mann diese Ausbildung am BWZ Uri.

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