Der FC Schattdorf verliert auswärts 2:0

Nach einem gelungenen Saisonauftakt mit 10 Punkten aus 5 Spielen und dem gewonnenen Derby vom vorletzten Wochenende durfte man gespannt sein, was die Urner beim 2.-Liga-Auswärtsspiel in der Gruppe 1 gegen Gunzwil zeigen würden. Die Partien gegen die unangenehme «Lindenelf» sind geprägt von packenden Duellen, unerwarteten Spielverläufen und meist knappen Ausgängen.

Thomas Küttel
Drucken
Teilen
Der Schattdorfer Stürmer Patrik Stampfli in vollem Lauf.

Der Schattdorfer Stürmer Patrik Stampfli in vollem Lauf.

Bild: Urs Hanhart / UZ

Anpfiff, Anspiel, Angriff, Tor

Nach 20 Sekunden, mit dem ersten Angriff und ohne Ballberührung durch die Gäste, stand es bereits 1:0 für Gunzwil durch Benjamin Isler. Das frühe Gegentor war letzten Freitag der Startschuss zu einem Feuerwerk an Angriffen durch den FC Schattdorf. Aber weder der durch einen langen Ball lancierte Ramon Scheiber noch der durch einen cleveren Ball direkt durch die Verteidigung der Gunzwiler angespielte Patrick Stampfli vermochten ihre Topchancen in der 9. und 12. Minute zu verwerten. Zwei Minuten später waren es wieder diese beiden, die von ihrer Hintermannschaft angespielt wurden und mit einem hohen Ball über die Heimverteidiger und deren Torwart abermals nur knapp den Ausgleich nicht erzielen konnten.

Danach wurde das Spiel ausgeglichener, und auf beiden Seiten konnten keine zwingenden Möglichkeiten herausgespielt werden, bis in der 30. Minute ein Lattenschuss des FC Gunzwil die beiden Teams wieder weckte. Die Heimmannschaft glaubte an einen Führungsausbau, die Gäste aus Schattdorf wollten unbedingt den Ausgleich. Es folgten weitere Minuten, in denen die Rot-Schwarzen mit Druck in Richtung Gunzwiler Tor spielten. In der 37. Minute drückte Sandro Stampfli aus guter Schussdistanz ab und forderte mit einem starken Schuss den gegnerischen Torwart, der knapp über die Latte ablenken konnte. In dieser Phase hatten die Gäste – wie in den Startminuten – ein leichtes Chancenplus, das sie aber nicht ausnutzen konnten. Nach einer gelben Karte gegen Gunzwil und einer weiteren Grosschance durch Patrick Stampfli kamen die Gelb-Schwarzen immer besser in den interessanten Match und vor der Pause zu mehreren Schüssen und guten bis sehr guten Abschlüssen auf das Tor von Keeper Mahrow, meist durch Standardsituationen. Kein Ball fand den Weg in die Maschen, und so stand es in der Pause immer noch 1:0 für den FC Gunzwil.

In der zweiten Halbzeit wechselten sich die Angriffe auf beiden Seiten ab, wobei die Schindler-Brillantino-Elf entschiedener am Ball und entschlossener nach vorne spielte, ihre Chancen aber ebenfalls nicht nutzen konnte. Ausser zwei guten Möglichkeiten in der 47. und 49. Minute vermochte der FC Schattdorf das Heimteam nicht mehr allzu stark in Bedrängnis zu bringen. Die langen Bälle von hinten blieben meist beim Gegner «stecken», und ein schöner Aufbau wollte nicht gelingen.

Einwurf, Schuss, Tor

Ein äusserst präzise eingeworfener Standardball mit einem direkten Schuss von Timo Fleischli konnte vom Schlussmann der Schattdorfer nicht gehalten werden, und so erhöhten die Michelsämter in der 66. Minute auf 2:0. In den letzten 25 Minuten passierte bis auf einen Pfostenschuss in der 80. Minute nicht mehr viel vor dem Gunzwiler Tor.

Die Platzherren waren kämpferischer und meist einen Schritt voraus. Die Mannschaft von David Cos-Cayon fand kein Rezept gegen die schnellen und am Ball aggressiveren Spieler des FC Gunzwil. Mit einer Doppelparade in der 90. Minute verhinderte Livio Mahrow im Tor des FC Schattdorf gar einen weiteren Treffer. So mussten die Urner ohne Punkte und erst der zweiten Niederlage der Saison den Heimweg antreten.