Der grosse organisatorische Aufwand am Urner Orientierungslauf hat sich gelohnt

Grosser Andrang am Urner Orientierungslauf: Der Regionalwettkampf ist von Sportlern aus der ganzen Schweiz besucht worden.

Drucken
Teilen
Der Urner Orientierungslauf war gefragt.

Der Urner Orientierungslauf war gefragt.

Bild: PD

(mah) Nach der langen coronabedingten Wettkampfpause durften am Samstag die Urner Orientierungsläufer endlich wieder an einem Wettkampf teilnehmen. Der Urner OL fand auf dem Seelisberg im Tannwald statt, also ein Heimspiel für die OLG KTV Altdorf. Jedes Heimspiel ist jedoch auch mit viel organisatorischer Arbeit verbunden, gerade mit der momentanen Herausforderung. Die Startzeiten seien gestreckt worden, damit sich nicht zu viele Läufer gleichzeitig am Start einfinden und vor allem nicht zu viele im Wettkampfzentrum, wie der OLG KTV Altdorf mitteilt. Vieles wurde durch die Massnahmen komplizierter, einiges jedoch auch einfacher für den Veranstalter. Für viele Einschränkungen konnten jedoch pragmatische Lösungen gefunden werden.

Das Wettkampfzentrum wurde so coronagerecht wie möglich gehalten, sprich es hatte keine Garderoben, die Läufer wurden gebeten, schon in Wettkampfkleidung anzureisen oder sich im Auto umzuziehen. Die Teilnehmerbeschränkungen konnten laut Angaben des Vereins gut eingehalten werden, da nicht alle Teilnehmer gleichzeitig anwesend waren. Auch die Festwirtschaft war nicht vorhanden, stattdessen gab es Kuchen, Getränke und Hotdogs zum Mitnehmen.

Trotz einiger Einschränkungen freuten sich viele, endlich wieder einmal mit einer Karte in den Wald zu gehen und Wettkampfluft zu schnuppern. Das Knacken vom Unterholz, das Knirschen der OL-Schuhe auf den Steinen, der Duft von Tannennadeln und der rinnende Schweiss auf der Stirn haben sehr viele angefressene OL-Läufer vermisst. Die Freude machte sich auch an den Teilnehmerzahlen bemerkbar. Der OL, welcher eigentlich ein Regionaler Wettkampf war, wurde von Läufern der ganzen Schweiz besucht, da es erst der dritte Lauf in dieser Saison war. Der Verein habe mit ungefähr 300 Teilnehmer gerechnet, angemeldet waren schlussendlich doch 476. Die Teilnehmerzahl war aufgrund von Covid-19 auf 500 begrenzt.

In der Kategorie D16 wurde Isabelle Gisler aus Altdorf mit drei Minuten Rückstand Zweite. Sie habe am Anfang nicht so gut ins Rennen gefunden, aber mit der Zeit habe sie sich an den Kartenmassstab 1:4000 gewöhnt. Bei den Herren wurde Linus Muheim aus Flüelen in der Kategorie H16 Dritter. Auch in der Kategorie HAM waren die Urner mit dem Altdorfer Yannick Fröhlich gut vertreten. Er wurde mit nur 20 Sekunden Rückstand Zweiter.

Mehr zum Thema