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Urner Jagdverwalter: «Der harte Winter hat den Wildtieren zugesetzt»

Viele Wildtiere in den Kantonen Wallis, Bern und Freiburg haben den Winter nicht überlebt, wie Radio SRF berichtete. Der Urner Jagdverwalter Josef Walker erklärt, wie die Lage im Kanton Uri ausschaut - und was das für die Jagdsaison bedeutet.
Interview: Carmen Epp
Auch Hirsche haben den Winter in Uri nicht überlebt. (Symbolbild: Arno Balzarini/Keystone)

Auch Hirsche haben den Winter in Uri nicht überlebt. (Symbolbild: Arno Balzarini/Keystone)

Josef Walker, auch im Kanton Uri lag diesen Winter lange viel Schnee. Hat sich das aufs hiesige Wild ausgewirkt?

Der harte Winter hat auch den Wildtieren im Kanton Uri zugesetzt. Durch die Witterung und den vielen Schnee haben die Tiere zu wenig Nahrung gefunden, sind in Lawinen umgekommen oder wurden durch Krankheiten geschwächt. Das zeigt sich beim Fallwild, also den toten Tieren, die Wildhüter oder Privatpersonen in den Wildtierlebensräumen gefunden und gemeldet haben. Die sind leider zahlreicher als in «normalen» Wintern. Diese natürliche Selektion geschieht grundsätzlich jeden Winter, zum Glück jedoch nicht immer so intensiv.

Wie viele tote Tiere wurden bisher gefunden?

Der Urner Jagdverwalter Josef Walker. (Bild: Archiv UZ)

Der Urner Jagdverwalter Josef Walker. (Bild: Archiv UZ)

Bis Ende März wurden 133 Gämsen, 61 Hirsche und 206 Rehe tot aufgefunden, wobei hier auch Tiere darunter sind, die zum Beispiel durch Autokollisionen oder andere Faktoren ohne direkten Zusammenhang mit dem Winter ums Leben gekommen sind. Das sind doppelt so viele wie in normalen Wintern. Auch bei den Steinböcken ist die Fallwildzahl bereits erhöht. Dabei kommen verschiedene tote Steinböcke wie auch Gämsen aber erst jetzt langsam zum Vorschein, wenn der Schnee in den Lawinenhängen schmilzt. Hinzu kommt eine nicht zu vernachlässigende Dunkelziffer von Tieren, die gestorben sind, aber nicht gefunden wurden.

Wie viel Prozent der Tiere haben es nicht durch den Winter geschafft?

Das lässt sich aufgrund der hohen Dunkelziffer nicht bestimmen und variiert je nach Tierart.

Was geschieht mit den gefundenen toten Tieren?

Meistens sind sie durch Füchse und Vögel bereits genutzt oder liegen weitab von Siedlungen und Wegen, sodass die Reste der Tiere liegen gelassen werden können. Sind die Tiere noch nicht lange tot und in der Nähe von Siedlungen, werden sie in der Kadaversammelstelle entsorgt.

Wie wirken sich die erhöhten Fallwildzahlen auf die kommende Jagd aus?

Die Jagdkommission hat zuhanden des Regierungsrats vorgeschlagen, dass heuer pro Jagdpatent nur noch eine Gämse anstatt zwei geschossen werden dürfen. Mit dieser Massnahme werden 2018 rund 50 Gämsen weniger geschossen werden.

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