Energie

Der Kanton Uri erhöht seine Aktienbeteiligung an der EWA

Die Aktienbeteiligung des Kantons Uri am Energieunternehmen EWA soll schrittweise auf 40 Prozent erhöht werden. Im Gegenzug erhält die CKW-Tochter Wassernutzungsrechte.

Drucken
Teilen
Die Anteile des Kantons Uri am Kraftwerk Lucendro sollen 2024 an das EWA übergehen.

Die Anteile des Kantons Uri am Kraftwerk Lucendro sollen 2024 an das EWA übergehen.

Bild: PD

(se) Der Kanton Uri will seine Aktienbeteiligung am Urner Energieunternehmen EWA erhöhen. Dieses Ziel formulierte er bereits im September 2015, als er sogar eine Mehrheitsbeteiligung bei der CKW-Tochter in Aussicht stellte. Heute hält der Kanton 29 Prozent der Aktien und stellt zwei Sitze im Verwaltungsrat. In den nächsten Jahren soll die Aktienbeteiligung auf 40 Prozent steigen, was einhergeht mit auslaufenden Wasserrechtskonzessionen.

Wassernutzungsrechte gegen Aktienanteile

Wie der Kanton Uri in einer Medienmitteilung schreibt, habe er gemeinsam mit dem EWA und der CKW eine Vereinbarung unterzeichnet. Infolgedessen kann der Kanton Aktienanteile am EWA erwerben, wenn er im Gegenzug Wassernutzungsrechte an das Energieunternehmen vergibt. Im Beispiel des Kraftwerks Lucendro, dessen Konzession am frühsten ausläuft, bedeutet dies, dass der Kanton Uri bei Vergabe seiner Lucendro-Anteile ans EWA fünf Prozent von dessen Aktien erhält.

Bei der Vergabe der Wassernutzungsrechte der übrigen Kraftwerke Ritom, Wassen und Amsteg ans EWA erhält der Kanton weitere sechs Prozent der EWA-Aktien. Damit erreicht er den Zielwert von 40 Prozent der EWA-Aktien.

Wie die Baudirektion des Kantons Uri mitteilt, würde sich der Kanton Uri mit der geschilderten Vereinbarung stärker am Unternehmenserfolg und am Wert des EWA beteiligen und gleichzeitig deutlich weniger Aufwand und Risiken eingehen. So profitiere der Kanton durch die Erhöhung der Aktienbeteiligung stärker, wenn er die Wassernutzungsrechte an das EWA vergibt, als dies bei anderen Konzessionären wie SBB und AET der Fall wäre.