Neue Leistungsvereinbarung: Der Kanton Uri und die Rega arbeiten künftig enger zusammen

Die Rega und die Urner Gesundheitsdirektion optimieren durch eine neue Leistungsvereinbarung künftige Luftrettungseinsätze. Für den Kanton Uri fallen dabei keine zusätzliche Kosten an.

Drucken
Teilen
Ein Rega-Helikopter im Einsatz.

Ein Rega-Helikopter im Einsatz.

Bild: PD/Andrea Badrutt (19. Februar 2019)

(stp) Die Rega und der Kanton Uri spannen enger zusammen. Wie aus einer Mitteilung der Urner Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion am Mittwoch hervorgeht, haben Direktionsvorsteherin Barbara Bär und Rega-CEO Ernst Kohler auf der Einsatzbasis in Erstfeld eine Leistungsvereinbarung zwischen dem Kanton Uri und der Rega unterzeichnet. Der langfristige Vertrag hält fest, was im Rahmen der bestehenden Zusammenarbeit bereits seit Jahrzehnten praktiziert wird: Die Rega betreibt im Kanton Uri eine Helikoptereinsatzbasis und stellt so die Luftrettung im Kanton Uri rund um die Uhr sicher.

Gemäss Mitteilung regelt die Vereinbarung, dass alle Luftrettungsmittel im Kanton durch die Einsatzzentrale der Rega koordiniert werden. Dadurch werde sichergestellt, dass immer das nächste und beste Luftrettungsmittel zum Einsatz gelange. Weil die Rega ihre Leistungen im Rahmen ihres Stiftungsauftrages erbringt, fallen für den Kanton Uri mit dieser Vereinbarung keine Kosten an.

Notarzt-Einsatzfahrzeug wird in Erstfeld stationiert

Ebenfalls neu ist, dass die Rega ab kommendem September mit der Stationierung eines Notarzt-Einsatzfahrzeugs auf der Basis Erstfeld nicht nur als Notarzt-Zubringerin in der Luft, sondern auch am Boden im Einsatz steht. Mit dem Notarzt-Einsatzfahrzeug kann der Rega-Notarzt zum Einsatzort gefahren werden, wenn der Rettungshelikopter beispielsweise wetterbedingt am Boden bleiben muss. Mit dem neuen rettungsdienstlichen Einsatzelement können daher die bereits bestehenden Ressourcen der Rega besser zu Gunsten der Patientinnen und Patienten im Kanton Uri genutzt werden.

An der Alarmierung ändert sich hingegen nichts: Wird die Sanitätsnotrufzentrale des Kantons Uri via Notrufnummer 144 oder die Rega-Einsatzzentrale über die Notrufnummer 1414 alarmiert, bieten die Disponenten das geeignete Rettungsmittel auf. Gesundheitsdirektorin Barbara Bär ist überzeugt:

«Das Notarzt-Einsatzfahrzeug der Rega bedeutet für die rettungsdienstliche Versorgung der Urnerinnen und Urner eine wertvolle Ergänzung und Verbesserung.»

Gönnerbeiträge zeigen: Die Rega ist im Kanton Uri fest verankert

Der Kanton Uri und die Rega blicken auf eine lange gemeinsame Geschichte zurück: Bereits im Jahr 1966 kam es zu ersten Rega-Einsätzen im Kanton und 1978 hat die Rega in Erstfeld einen eigenen Helikopter stationiert. Heute verzeichnet die Rega im Kanton Uri jährlich mehr als 1000 Luftrettungsflüge mit Rettungshelikoptern. Im Schnitt fliegt sie rund 350 Patienten pro Jahr zur weiterführenden Behandlung nach Notfällen in das Kantonsspital Altdorf.

Fest verankert ist die Rega auch in der Bevölkerung: Fast zwei Drittel der Urnerinnen und Urner unterstützen die Rega mit ihrem jährlichen Gönnerbeitrag.

Mehr zum Thema