Der Kokain-Konsum nimmt in Uri zu

In Uri werden mehr Kokain und Amphetamine konsumiert. Die Drogen zu beschaffen sei ziemlich einfach, sagt Sozialpädagoge Schillig.

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«Alkohol ist die akzeptierteste Suchtform», sagt Christoph Schillig, Leiter Kontakt Uri. (Bild: Andrea Schelbert/Neue UZ)

«Alkohol ist die akzeptierteste Suchtform», sagt Christoph Schillig, Leiter Kontakt Uri. (Bild: Andrea Schelbert/Neue UZ)

«Leistungsfördernde Drogen wie Kokain und Amphetamine sind im Kanton Uri gefragt. Das macht mir Sorgen», sagt Christoph Schillig. Der 42-Jährige leitet die Fachstelle Kontakt Uri, die im Auftrag des Kantons Suchtberatung sowie Jugend- und Elternberatung anbietet. Wie aber beschaffen sich die Urner diese harten Drogen? «Das ist nicht schwieriger, als Cannabis zu kaufen», glaubt Schillig. Er wisse von vielen jungen Erwachsenen, dass in Bars aber auch an normalen Festen regelmässig Kokain konsumiert werde. «Ich habe den Eindruck, dass es ein wachsender und recht grosser Markt ist», so Schillig. Wissen denn die Menschen, die solche Drogen nehmen, über die Folgeschäden Bescheid? «Ich staune manchmal darüber, wie schlecht sie informiert sind. Oft haben sie keine Ahnung, was sie konsumieren.»

Sorgenkind Alkohol

Obwohl Kokain oder Ecstasy auch in ländlichen Kantonen wie Uri verbreitet sind, bleibt der Alkohol das grösste Suchtproblem. Das bestätigen auch die Zahlen von Kontakt Uri: Bei 38 von insgesamt 81 behandelten Fällen stand der Alkohol im Zentrum der Suchtberatung. «Ich glaube nicht, dass sich das schnell ändern wird. Alkohol ist sicher die akzeptierteste Suchtform», erklärt Schillig. Generell wüssten Süchtige meistens, dass sie ein Problem hätten. Sie getrauten sich aber nicht, gegen aussen zu treten.

Schweigepflicht

Für Christoph Schillig ist wichtig, dass Kontakt Uri mit anderen Fach- und Therapiestellen vernetzt ist. «Die Urnerinnen und Urner sollen wissen, dass sie sich jederzeit und unverbindlich bei uns melden können. Alle Mitarbeiter unterstehen der Schweigepflicht.»

Andrea Schelbert

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Urner Zeitung.