Der Schwyzer Künstler «Föfö» stellt in Flüelen aus

Seine Motive zeigen realistische Motive mit Objekten, die ganz seiner Fantasie entspringen: Michael Föhn zeigt seine Werke in der Alten Kirche.

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Dieses Werk zeigt die Sprengung des in österreichischer Hand befindlichen Gipfels des Col di Lana in Italien am 17. April 1916 durch italienische Truppen.

Dieses Werk zeigt die Sprengung des in österreichischer Hand befindlichen Gipfels des Col di Lana in Italien am 17. April 1916 durch italienische Truppen.

Bild: PD

(mah) Eigentlich hat der in Davos geborene Michael Föhn im Kunstunterricht die besten Noten mit nach Hause gebracht. Trotzdem arbeitete er anfangs in anderen Berufen – unter anderem als Journalist, im Zeitmilitär, als Verleger, Langlauflehrer und Softwaresupporter – und nicht als Kunstmaler. «Von irgendwas muss man ja leben», schreibt er, und lädt zu seiner Vernissage in Flüelen ein. Heute arbeitet der Schwyzer Kunstmaler nämlich unter dem Namen «Föfö» vor allem an Acrylgemälden, aber auch Aquarellen.

In seiner Kunstausstellung, welche er am Samstag, 17. Oktober, eröffnet, stellt er seine neuen Werke aus. Die Ausstellung findet in der Alten Kirche in Flüelen statt. Diesen Ausstellungsort habe er, nachdem seine ersten beiden Ausstellungen des Jahres bereits abgesagt werden mussten, bewusst gewählt. Durch die weitläufigen Räume und einem Schutzkonzept sei es nun trotzdem möglich, seine Kunst im Kirchenschiff bis zum 25. Oktober auszustellen.

Er sitzt nur selten in der Landschaft und malt

«Föfos» Kunst zeigt realistische Motive in ausführlicher Ausarbeitung. Am liebsten ist ihm die Landschaftsmalerei, doch direkt in der Landschaft sitzend, male er nur sehr selten – ab und zu ein Aquarell, das muss als Skizze genügen. Danach wird die Szenerie fotografiert und im Atelier male er dann das digitale Foto direkt vom Laptopbildschirm ab.

Seine Motive findet er auf seinen vielen Reisen mit dem Auto, dem Zug, dem Motorrad oder den Wanderstiefeln. Seine Fantasie gaukle ihm dann weitere Ideen, wie mittelalterliche Türme, tiefe Schluchten oder gewaltige Bäume vor. Diese arbeite er dann in die reale Szenerie ein. Der Schwyzer Künstler stellt jedes Jahr an mindestens zwei verschiedenen Orten aus, zumeist in der Innerschweiz, da er seinen Lebensmittelpunkt im Herzen der Schweiz habe. Aufgrund der Pandemie ist dies seine erste Ausstellung im Jahr 2020.