Der VCS Uri begrüsst den Ausbau
des Urner Radwegnetzes

Der VCS Uri kann sich vorläufig auch mit einem reduzierten Kredit für den Ausbau der Urner Radwege zufriedengeben. Er ist aber nicht mit allen aktuellen Projekten zufrieden und sieht noch Lücken.

Simon Zollinger
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Das Radwegnetz Uri wird weiter ausgebaut. Der Verkehrs-Club der Schweiz ist aus Sicherheitsgründen für eine Trennung von Fussgängern und Velofahrenden.

Das Radwegnetz Uri wird weiter ausgebaut. Der Verkehrs-Club der Schweiz ist aus Sicherheitsgründen für eine Trennung von Fussgängern und Velofahrenden.

Bild: PD

Die Urner Sektion des Verkehrs-Clubs der Schweiz (VCS) begrüsst den vom Regierungsrat vorgeschlagenen Ausbau des Radwegnetzes. Er schreibt dazu in einer gestern veröffentlichten Medienmitteilung: Zur Erreichung der Klimaziele ist es dringend nötig, dem umweltfreundlichen Veloverkehr mehr sichere Wege zur Verfügung zu stellen. Da dem VCS ein schneller Baubeginn wichtig ist, ist er auch mit dem von der landrätlichen Baukommission und der Finanzkommission vorgeschlagenen gekürzten Kredit von 15,7 Millionen Franken einverstanden. Er fordert aber, dass in absehbarer Zeit mit einer weiteren Vorlage die noch bestehenden Lücken geschlossen werden.

Eine Forderung sind separate Fuss- und Velowege

Der VCS kann sich mit den meisten vom Regierungsrat vorgeschlagenen Projekten einverstanden erklären, auch wenn sie nicht in allen Teilen seinen Vorstellungen entsprechen. Er verlangt aber, dass bei der Umsetzung auch ausreichend auf den Fussverkehr Rücksicht genommen wird. Auf dem Reussdamm zwischen Seedorf und Attinghausen etwa könne man derzeit erleben, wie sich Velofahrende und Fussgänger gegenseitig in den Weg kommen. Soweit möglich, seien Fuss- und Radwege deshalb zu trennen.

Die Kritikpunkte des VCS an den geplanten Massnahmen

Unverständlich sei dem VCS etwa, dass der Regierungsrat das wichtige Projekt der Schächenquerung zwischen Adlergarten, Schattdorf, und der Ringligasse in Altdorf auf die lange Bank schieben wolle, wie er weiter schreibt: Mit einer leicht geänderten Linienführung könnte dieses Projekt zusammen mit der WOV-Schächenbrücke realisiert werden. Es erstaunt den VCS zudem, dass das Radwegkonzept für das gefährliche Teilstück der Flüelerstrasse zwischen Birkenstrasse und dem Beginn der Radspuren keine Lösung vorschlägt, während teure Projekte mit beschränktem Nutzen wie die Attinghauser Reussbücke und die Verbindung entlang der Gotthardstrasse in Erstfeld von der Unterführung Steinbruch bis zum Plattentalbach in erster Priorität umgesetzt werden sollen.

Das geplante kantonale Radwegnetz bedingt nach Ansicht des VCS auf der Gemeindeebene ein sicheres Netz der Feinverteilung. Hier wird es gemäss Harriet Kluge, Geschäftsleiterin des Verkehrs-Clubs der Schweiz, vor allem darum gehen, dass die Gemeinden ihr Strassennetz daraufhin überprüfen, wo mit Einschränkungen des motorisierten Verkehrs (Tempobegrenzungen, Fahrverbote ausser für Zubringer) bessere Bedingungen für einen sicheren Veloverkehr geschaffen werden können.