Der Verein Attinghausen Tourismus löst sich auf

Weil die vakanten Sitze im Vorstand nicht mehr besetzt werden konnten, gehört der Verein nun der Geschichte an. Mit Alternativen soll der Tourismus in Attinghausen aber nach wie vor gefördert werden.

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Der Verein Attinghausen Tourismus setzte sich viele Jahre für einen nachhaltigen Tourismus und für ein aktives Dorfleben ein.

Der Verein Attinghausen Tourismus setzte sich viele Jahre für einen nachhaltigen Tourismus und für ein aktives Dorfleben ein.

Bild: Urner Zeitung

(RIN) Der Verein Attinghausen Tourismus hat an seiner Generalversammlung vom 14. Juli 2020 seine Auflösung beschlossen. Der Grund liegt laut dem Gemeinderat in mehreren und länger anhaltenden Vakanzen im Vorstand. Obwohl der bisherige Vorstand während Monate auf der Suche war und bis zum Schluss auf eine Wende gehofft hatte, konnten die vakanten Sitze nicht mehr besetzt werden, wie es in der Mitteilung des Gemeinderats heisst.

Attinghausen Tourismus wurde 1959 gegründet und zählte zum Schluss 152 Mitglieder. Der Verein setzte sich für einen nachhaltigen und sanften Tourismus sowie für den Unterhalt und Ausbau der Infrastrukturen ein und beteiligte sich aktiv am Dorfleben. Diesem Ziel sei Attinghausen Tourismus in zahlreichen Aktivitäten gerecht geworden. Ein bekanntes Beispiel zeichnet die beliebte Surenenwanderung, welche in den letzten Jahrzehnten kaum mehr wegzudenken war und die am 15. August 2020 seine 38. Durchführung finden wird.

Die Surenenwanderung erfreut sich jährlich grosser Beliebtheit.

Die Surenenwanderung erfreut sich jährlich grosser Beliebtheit.

Archivbild: Urner Zeitung

Es werden Alternativen gesucht

Der Verein kümmerte sich in den vergangenen Jahrzehnten um den Unterhalt der Wanderwege, lancierte Schneeschuhtrails, hat diverse touristische Angebote entwickelt und viel Öffentlichkeitsarbeit geleistet. In all diesen Tätigkeiten durfte sich Attinghausen Tourismus in den vergangenen Jahrzehnten auf viele ehrenamtliche Helfer verlassen, ohne die ein solches Miteinander gar nicht möglich gewesen wäre. «Und gerade diese Helfer und Gönner sind es, die in der Zukunft dringend benötigt werden, damit ein nachhaltiger Tourismus in Attinghausen und insbesondere auf dem Brüsti funktionieren kann», heisst es in der Mitteilung weiter. Um alle laufenden Arbeiten und Verpflichtungen konform abschliessen zu können, wird in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Attinghausen per sofort ein fünfköpfiges Auflösungsgremium gebildet. Parallel dazu werden Alternativen zu Attinghausen Tourismus gesucht, damit der Tourismus erhalten und stetig weiterentwickelt werden kann.