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Der Verzicht auf das eigene Auto fällt leichter

Das Auto via App reservieren, mit dem Smartphone öffnen, Schlüssel drehen und losfahren: In zwei Gemeinden stehen MyCarSharing-Fahrzeuge, die als Alternative zum eigenen Auto angeboten werden.
Roger Luzzani hat ein MyCarSharing-Auto in Seedorf stationiert. (Bild: PD, Seedorf, 17. August 2018)

Roger Luzzani hat ein MyCarSharing-Auto in Seedorf stationiert. (Bild: PD, Seedorf, 17. August 2018)

«Jederzeit möglichst mobil und flexibel sein, unabhängiger vom Bus- und Bahnfahrplan werden: Diesen Wunsch hat heute doch fast jeder», sagt der Schattdorfer Garagist Roger Luzzani. «Und immer mehr Leute wollen dieses Ziel ohne eigenes Auto oder ohne Zweitwagen erreichen, nicht nur in den Städten, sondern auch in ländlichen Gebieten.» Luzzani hat diese gesellschaftliche Entwicklung erkannt und darauf reagiert. Seit kurzem bietet er Carsharing (zu Deutsch: das Auto teilen) an. Mit ein Grund für die Lancierung von MyCarSharing: Der bekannte Carsharing-Anbieter Mobility zieht sich immer mehr aus den ländlichen Gegenden zurück.

«Nicht nur in den Städten, sondern auch in ländlichen Gegenden verzichten immer mehr Leute auf den Kauf eines eigenen Autos oder eines Zweitwagens», weiss Luzzani aus Erfahrung. «Und doch geraten Herr und Frau Schweizer immer wieder in Situationen, in denen die kurzfristige und stundenweise Benützung eines Autos halt doch die bequemste Lösung wäre.»

Dienstleistung zielt auf Spontanität ab

Genau hier setzt Luzzanis neue Dienstleistung an. «Ich will nicht Langzeitmieter ansprechen, sondern in erster Linie Leute, die stundenweise im Nahverkehr ein Auto benützen möchten», erläutert er. «Dabei denke ich etwa an einen spontanen Besuch bei einer Kollegin in der Region oder an eine geplante Shoppingtour in einer Stadt. Ein eigenes Auto fehlt einem vielfach aber auch dann, wenn man die Tochter ins Training fahren und wieder abholen möchte, wenn man einen kurzfristig vereinbarten Arzttermin wahrnehmen oder den Sohn mitsamt Feriengepäck frühmorgens an den Bahnhof bringen sollte.»

Und so einfach funktioniert das Angebot: Nach der Registrierung kann man das «geteilte» Auto mit Hilfe einer App bequem und einfach buchen respektive reservieren. Das kann per Smartphone, Tablet oder PC geschehen.

Partnerschaft mit Schattdorf und Seedorf

Und dann geht alles sehr schnell: Das parkierte Auto auf dem Parkplatz am Ausgangspunkt mit dem Smartphone öffnen, den Schlüssel aus dem Handschuhfach nehmen, das Fahrzeug starten und losfahren. Nach Ablauf der Buchungszeit parkiert man das Auto wieder am Ausgangspunkt. Man deponiert den Schlüssel und schliesst das Fahrzeug wieder mit dem Smartphone ab.

Mit den Gemeinden Schattdorf und Seedorf hat Roger Luzzani eine Partnerschaft abgeschlossen. Sie stellen einen Parkplatz in unmittelbarer Nähe einer Bushaltestelle zur Verfügung. In Schattdorf ist dies an der Dorfstrasse der Fall, in Seedorf beim Feuerwehrlokal. «Das ist eine Dienstleistung im Interesse des Bürgers», freut sich Luzzani – mit Auswirkungen auf die Umwelt. «Carsharing ist nachhaltig dank besserer Fahrzeugauslastung, es werden aber auch weniger Parkplätze beansprucht.»

Vor allem Wenigfahrer können profitieren

Um den administrativen Aufwand zu decken, wird im ersten Jahr eine Pauschale von 120 Franken, im Folgejahr eine solche von 80 Franken fällig. Pro Stunde kostet das Auto 3,20 Franken, dazu kommen noch 60 Rappen pro Kilometer. «Profitieren können vor allem Wenigfahrer», betont Luzzani. «Was auf den ersten Blick nach viel aussehen mag, erweist sich bei genauerem Hinsehen als günstig», sagt er. «Denn im Gegensatz zu Autobesitzern müssen Autoteiler keinen finanziellen Aufwand für Anschaffung, Unterhalt, Service, Reparaturen, Benzin, Reifen, Versicherung, Motorfahrzeugsteuern et cetera rechnen. Diese werden vom Garagisten getragen». (red)

Hinweis: Mehr Infos gibt es unter www.mycarsharing.ch oder unter www.garageluzzani.ch

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