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Der Detailhandel in Altdorf soll profitieren

Die Schaufenster im Urner Hauptort sind vom Abdeckpapier befreit, nun findet die nächste Charme-Offensive statt.
Der Detailhandel in Altdorf hat einen schweren Stand. (Bild: Manuela Jans-Koch, 6. Oktober 2019)

Der Detailhandel in Altdorf hat einen schweren Stand. (Bild: Manuela Jans-Koch, 6. Oktober 2019)

(pz) Im Altdorfer Dorfkern hat sich in den vergangenen Tagen der Bevölkerung ein spezielles Bild geboten: Fast alle Schaufenster waren mit Papier abgedeckt. Die Aktion ist am Dienstag, 29. Oktober, gestartet worden und soll darauf hinweisen, dass der Onlinehandel und Einkaufstourismus den Altdorfer Detailhändlern das Leben schwer machen. Laut dem Altdorfer Gewerbe-Coach Roman Schön sollte es ein prägnantes Zeichen sein, um die Bevölkerung zu sensibilisieren. Auch die Gemeinde Altdorf unterstützt die Kampagne.

Ein Plakat fragte: «Was wäre, wenn diese Schaufenster leer blieben?» Und gab gleichzeitig die Antwort: Dank der Kundinnen und Kunden bleiben sie es nicht. Darum sind die Schaufenster und Auslagen nun wieder dekoriert und unverhüllt. Die Charme-Offensive startet in die nächste Phase, wie aus einer Mitteilung der Gemeinde Altdorf hervorgeht.

Die menschliche Seite zeigen

Ab sofort will die Charme-Offensive also tun, was sie im Titel trägt: Charme versprühen. Für den Detailhandel und mit dem Detailhandel. «Wir wollen die menschliche Seite des Detailhandels erlebbar machen», sagt Gewerbe-Coach Roman Schön. «Wir wollen Herz zeigen und Herzen gewinnen.» Die wichtigste Botschaft lautet denn auch: Wir füllen unser Dorf mit Herz als Arbeitgeber, Lehrbetrieb, Dienstleister und Attraktion. Somit schaffe der Detailhandel einen hohen Nutzen für alle Altdorferinnen und Altdorfer, für Konsumenten, Vermieter, Arbeitnehmer und Ausbildner.

«Die Geschäfte ihrerseits wollen verstärkt ihre herzliche Seite erlebbar machen, zum Beispiel am ‹Herzlichen Samstag› am 9. November», heisst es in der Mitteilung. Die Kunden der Altdorfer Geschäfte dürfen sich freuen auf etwas Süsses, das von Herzen kommt.

Buchhandel hat ein schwieriges Umfeld

Laut Mitteilung wird in den nächsten Tagen besonders die Bido AG viel Herz zeigen. Die einzige Altdorfer Buchhandlung und Papeterie stehe beispielhaft für die schwierige Situation, in der sich der Detailhandel befinde. Zwar würden sehr viele Menschen noch immer sehr viele Bücher kaufen, aber der Druck des Onlinehandels auf die lokalen Buchhändler sei riesig. Der nächste Bucheinkauf sei nur einen Mausklick entfernt.

Demgegenüber biete ein Geschäft wie die Bido AG viele Vorteile für die Kunden. «Sie können in Ruhe durch die Regale stöbern und Neues entdecken. Die Kunden können ein Buch in die Hände nehmen und darin blättern», sagt Gewerbe-Coach Roman Schön. Die Kunden würden vor Ort fachkompetente Beratung erhalten. Es sei auch möglich, telefonisch oder online im Buch-Shop eine Bestellung aufzugeben. «Zusätzliche Leistungen wie das Einpacken von Geschenken und die Abgabe von Pro-Bons runden das Angebot für Kunden ab», heisst es in der Mitteilung. Des Weiteren sei das Unternehmen eine willkommene Präsentations- und Verkaufsplattform für einheimische Autoren. Und auch als Ausbildungsbetrieb und Arbeitgeberin sei die Buchhandlung wertvoll. So biete sie die einzigen Stellen für gelernte Buchhändlerinnen im Kanton Uri an.

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