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Kantonsspital Uri hat 2018 deutlich mehr Konsultationen verzeichnet

2018 wurden im Kantonsspital Uri 63’490 Konsultationen und Konsilien im ambulanten Bereich registriert. Trotz Unsicherheiten, die der Neu- und Umbau des Spitals mit sich bringt, sollen standardisierte Prozesse deutliche Erleichterungen im Arbeitsalltag bieten.
Philipp Zurfluh
Vergangenen Freitag haben die Bautätigkeiten für den Um- und Neubau des Kantonsspitals Uri begonnen. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 5. April 2019)

Vergangenen Freitag haben die Bautätigkeiten für den Um- und Neubau des Kantonsspitals Uri begonnen. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 5. April 2019)

Vergangenen Freitag haben 20 Vertreter aus allen Urner Gemeinden den Spatenstich für den Um- und Neubau des Kantonsspitals Uri (KSU) vollzogen. Somit ist das 115-Millionen-Projekt lanciert. Der Neubau soll Mitte 2022 bezogen werden. Ziel ist es, das Grossprojekt im Sommer 2025 abzuschliessen.

2018 hat das KSU deutlich mehr ambulante Konsultationen und Konsilien registriert als im Jahr zuvor. Vergangenes Jahr waren es 63’490, im Jahr 2017 41’653. Zurückgegangen ist die Anzahl der operativen Eingriffe im ambulanten Bereich. 721 wurden 2018 registriert, 41 weniger als ein Jahr zuvor. Die Anzahl operativer Eingriffe im stationären Bereich 2018 lag bei 1807, das sind 127 mehr als 2017.

Die einschneidenden Veränderungen durch die Bautätigkeiten sind auch das zentrale Thema der Jahresberichte des KSU, die kürzlich online aufgeschaltet wurden. «Wir stecken bereits mitten in den Vorbereitungen für den Bezug und Betrieb des Neubaus», schreibt Spitalratspräsident Peter Vollenweider. Die Transformationsphase stelle eine gewaltige Herausforderung für die Mitarbeiter dar, erklärt Vollenweider.

«Einerseits erbringen sie das Tagesgeschäft wie gewohnt zum Wohl unserer Patienten in bester Qualität. Zum anderen arbeiten sie in Projekten mit, die sich mit der Zukunft, mit dem Neubau und mit Veränderungen befassen.»

Der Spitalratspräsident verweist auf die Unsicherheiten, die verständlich seien, solange für das Personal nicht klar ist, wie dessen Rolle im neuen Spital aussehen wird. Vollenweider betont: «Diese Unsicherheit nehmen Spitalrat und Spitalleitung sehr ernst.» Personal und Unternehmenskultur hätten daher in der neuen Strategie des Spitals einen ganz besonderen Stellenwert.

Für die Mitarbeiter hat der Spitalratspräsident viel Lob übrig. «Unsere Mitarbeiter haben eine Spitzenleistung erbracht.» 2018 sei der Patientenzuwachs grippebedingt stark nach oben gegangen, was mit enormem Mehraufwand verbunden gewesen sei. Der medizinische Fortschritt, der zunehmende Qualitäts-, Preis- und Kostendruck sowie der Fachkräftemangel würden die Regionalspitäler wie das KSU vor Herausforderungen stellen. Die Veränderungen möchte die Spitalleitung mit einer «zukunftstauglichen Unternehmensstrategie» in Angriff nehmen, geht aus dem Jahresbericht hervor. «Jammern nützt nichts», so Vollenweider.

Grosse Tagesklinik bietet 23 Betten

Laut Spitaldirektor Fortunat von Planta ist der Veränderungsdruck für ein kleines Spital besonders hoch. Wie er im Interview mit der Urner Zeitung erklärte, werde aber der Patient durch den Neubau noch viel mehr ins Zentrum gerückt. «Patient first», heisse das Credo. Wie aus dem Jahresbericht hervorgeht, werden Supportprozesse standardisiert und industrialisiert. Um die Ziele zu erreichen, wurden 2018 mit verschiedenen Projekten die Grundsteine für eine erfolgreiche Zukunft gelegt. Dazu zählt die Tagesklinik. Weil in Zukunft ein grosser Teil der operativen Eingriffe ambulant durchgeführt wird, erhält das Spital mit dem Bezug des Neubaus eine grosse Tagesklinik mit bis zu 23 Betten. Auch bei der Logistik ändert sich einiges: Das Spital stellt auf «Just-in-time»-Lieferungen um. So werden sämtliche Aufgaben im Zusammenhang mit Transport und Bewegung (Medizinalgeräte, Verbrauchsmaterial, Essen, Patienten) durch ein spezialisiertes Team ausgeführt.

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