Deutlich weniger Straftaten im Kanton Uri

Die Kantonspolizei Uri hat im Jahr 2011 insgesamt 1122 Straftaten erfasst. Im Vorjahr waren es 1284 Straftaten, was einen Rückgang um 12,61 Prozent bedeutet.

Drucken
Teilen
Im Kanton Uri wurden 2011 gegenüber dem Vorjahr weniger Einbrüche verübt. (Bild: Keystone)

Im Kanton Uri wurden 2011 gegenüber dem Vorjahr weniger Einbrüche verübt. (Bild: Keystone)

Während im Kanton Uri die Straftaten gegen das Strafgesetzbuch um 11 Prozent und jene gegen das Betäubungsmittelgesetz um 10 Prozent abnahmen, erhöhten sich laut polizeilicher Kriminalstatistik 2011 jene gegen das Ausländergesetz um 12 Prozent.

Leib und Leben

Im Jahr 2011 musste die Kantonspolizei Uri weder ein vollendetes noch ein versuchtes Tötungsdelikt verzeichnen. Ebenso musste kein einziges Delikt wegen schwerer Körperverletzung rapportiert werden. Die Gesamtanzahl der Straftaten bei Delikten gegen Leib und Leben hat sich in den letzten vier Jahren stetig reduziert. Dieser Trend hat sich auch im Jahr 2011 fortgesetzt, indem sich die Straftaten gegen Leib und Leben von 48 auf 38 verringerten.

Vermögensdelikte

Auch die Vermögensdelikte im Jahr 2011 haben gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent abgenommen. Von den total 707 verzeichneten Straftaten fallen die einfachen Diebstähle mit 294 Delikten (-4 Prozent) am meisten ins Gewicht.  Die Einbruchdiebstähle haben sich von 88 auf 57 Delikte um 35 Prozent verringert. Ebenso hat sich die Anzahl Sachbeschädigungen um 22 Prozent von 144 auf 112 Delikte wesentlich reduziert. Beim Betrug blieb die Anzahl der angezeigten Tatbestände gleich (5).

Straftaten gegen die Freiheit

Die Anzahl Delikte gegen die Freiheit wie Drohung, Nötigung, Hausfriedensbruch, hat sich im Vorjahresvergleich von 146 auf 122 Delikte um 16 Prozent reduziert.

Erfreulich hat sich die Zahl der Delikte gegen die sexuelle Integrität wie sexuelle Handlungen mit Kindern, Vergewaltigungen, Exhibitionismus oder Pornografie von 14 auf 2 Delikte um 86 Prozent verringert.

Betäubungsmittel

Gegen das Betäubungsmittelgesetz registrierte die Polizei 120 Tatbestände, das sind 10 Prozent weniger als im Vorjahr.  61 Tatbestände waren wegen Besitz von Betäubungsmitteln, zwei weniger als 2010. Beim Konsum von Betäubungsmitteln verringerte sich die Anzahl um 19 Prozent auf 46 Delikte. Wegen Anbaus/Herstellung, Handels oder Schmuggels wurden wie im Vorjahr 13 Delikte angezeigt.

Häusliche Gewalt

Insgesamt 19 Mal musste die Polizei wegen häuslicher Gewalt intervenieren. In acht Fällen blieb es bei einem polizeilichen Interventionsbericht ohne Anzeige. In elf Fällen mussten 21 Straftatbestände wie einfache Körperverletzungen, Tätlichkeiten, oder Drohungen rapportiert werden. Im Jahr 2011 mussten 2 polizeiliche Wegweisungen verfügt werden.

pd/zim