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Die Ära Marty findet eine Fortsetzung

Gynäkologe Ernst Marty tritt Ende 2018 in den Ruhestand. Im Zuge der Nachfolgeregelung führten er und das Kantonsspital Uri verschiedene Gespräche. Nun ist die angedachte Nachfolgelösung vorgestellt worden.
Urs Hanhart
Ernst Marty, Facharzt für Gynäkologie, überreicht Chefärztin Andrea Müller Reid symbolisch eine Geburtszange. (Bild: Urs Hanhart, Altdorf, 14. September 2018)

Ernst Marty, Facharzt für Gynäkologie, überreicht Chefärztin Andrea Müller Reid symbolisch eine Geburtszange. (Bild: Urs Hanhart, Altdorf, 14. September 2018)

Ernst Marty, langjähriger Facharzt für Gynäkologie mit eigener Praxis in Altdorf und Belegarzt am Kantonsspital Uri, überreichte Andrea Müller Reid, Chefärztin Gynäkologie und Geburtshilfe am Kantonsspital Uri, gestern im Rahmen eines Pressecafés eine Geburtszange. Ein auf den ersten Blick etwas archaisch anmutendes Geburtshilfeinstrument, das nur noch selten eingesetzt wird.

Es handelte sich um einen symbolischen Akt, denn Marty tritt in rund dreieinhalb Monaten in den Ruhestand. Er hatte viele Jahre erfolglos versucht, eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für seine Praxis zu finden. Nun gibt es eine Nachfolgelösung, bei der das Kantonsspital Uri eine zentrale Rolle spielt.

Nahtlosen Übergang gewährleisten

«Ernst Marty führt eine grosse Praxis. Mit unserer Nachfolgelösung stellen wir sicher, dass seine Patientinnen auch in Zukunft gynäkologisch betreut werden können», betonte Müller. «Wir möchten eine nahtlose Betreuung sicherstellen.» Konkret übernimmt das Kantonsspital ab 1. Januar 2019 die Patientinnen von Facharzt Marty, sofern sie dies wünschen. Deshalb müssen verschiedene Anpassungen vorgenommen und die Kapazitäten ausgebaut werden.

«Wir sind einerseits seit geraumer Zeit daran, unsere Räumlichkeiten zu modernisieren. Zudem haben wir auch unser Ärzteteam vergrössert», sagte Müller. «Alle neuen Ärzte sprechen Deutsch und verstehen Schweizerdeutsch. Wir möchten anfangs Januar bereit sein für zusätzliche Patientinnen, sodass es zu keinen langen Wartezeiten kommt.» Vergrössert wird auch das Sekretariat. Es wurde eine neue Stelle geschaffen. Eine Mitarbeiterin von Marty kann übernommen werden.

Teenager-Sprechstunde als Neuerung

«Wir bieten eine Basisversorgung an», erklärte Müller. Das beinhaltet unter anderem Vorsorgekontrollen, Schwangerschaftsbetreuung sowie Brustkrebsabklärungen und –operationen. Neu gibt es nebst den Spezial-Sprechstunden auch eine Teenager-Sprechstunde. Operativ wird eine Basischirurgie angeboten.

«Unser Ziel ist, dass sich die Patientinnen gut aufgehoben fühlen, dass wir gute Qualität bieten und eine persönliche Betreuung sicherstellen können», so die Chefärztin. Das Kantonsspital übernimmt ab dem 1. Januar alle Patientinnen-Dossiers von Marty und auch einen Teil der Praxiseinrichtung. Patientinnen, die mit der Übernahme nicht einverstanden sind, können ihr Dossier selbstverständlich abholen.

Ernst Marty betreute über 10'000 Patientinnen

Marty, der in den letzten 30 Jahren über 10'000 Patientinnen betreut und geholfen hat, mehr als 5000 Kinder zur Welt zu bringen, zeigte sich sehr erleichtert, dass eine Nachfolgelösung gefunden werden konnte. Zum Grund, dass er für seine sehr gut laufende Praxis trotz rund hundert Interessenten keine Nachfolgerin und keinen Nachfolger finden konnte, sagte er: «Die jungen Ärzte wollen keine Einzelpraxis mehr führen und die ganze Verantwortung übernehmen. Alle möchten in einer Gruppenpraxis arbeiten.» Der Standort Uri spiele eine untergeordnete Rolle. «Das gleiche Problem besteht in der ganzen Schweiz.» Von seinen Patientinnen hat der 68-Jährige nur positive Rückmeldungen erhalten. Alle seien froh, dass sie keinen neuen Arzt suchen müssen.

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