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«Die Ausgangslage ist sehr gut»

OK-Präsident Urban Camenzind glaubt fest an den Erfolg der Wirtschafts- und Erlebnismesse. Im Interview spricht er über den Stand der Vorbereitungen, fliegende Stiere, die Finanzen und seine Hoffnungen.
Interview: Florian Arnold
OK-Präsident Urban Camenzind freut sich auf die Begegnungen an der Uri 18. (Bild: Florian Arnold, 17. Mai 2018)

OK-Präsident Urban Camenzind freut sich auf die Begegnungen an der Uri 18. (Bild: Florian Arnold, 17. Mai 2018)

Die Uri 18 rückt näher. Der Kanton lässt sich die Wirtschafts- und Erlebnismesse einiges kosten: So hat der Landrat einen Grundbeitrag einer halben Million Franken bewilligt sowie 150000 Franken für den Kantonsauftritt. Dreieinhalb Monate vor dem grossen Moment nimmt Volkswirtschaftsdirektor und OK-Präsident Urban Camenzind Stellung.

Urban Camenzind, der Kanton zahlt viel für die Uri 18. Ist da jeder Franken sinnvoll investiert?

Ja.

Was macht das Ganze so teuer?

Wenn man es günstiger machen würde, wären die Präsentationen der Urner Geschäfte einfach etwas gar trocken. Jeder würde sich an seinem Tisch als der beste Schreiner oder der beste Sanitär ausgeben. Die Uri 18 soll aber zum Erlebnis werden, wo sich der ganze Kanton während vier Tagen trifft. Das darf man sich alle 10 Jahre einmal leisten. Denn noch heute spricht man von der Uri 06. Es wird auch an der diesjährigen Gewerbeausstellung den einen oder anderen guten Abend geben.

Das klingt nicht gerade nach einem fliegenden Stier.

Doch. Die Bürger werden mit vielen positiven Eindrücken nach Hause gehen. Und auf diese Weise kann der Stier abheben.

Weshalb dieses Bild?

Das ist ein Sinnbild dafür, dass wir uns selber bewegen, dass wir uns einen Kick geben und dass es weiter geht mit dem Kanton Uri. Den Stier nur zum Laufen zu bringen, wäre nicht gerade so spektakulär gewesen.

Wohin soll er denn fliegen?

Das herauszufinden, ist die Aufgabe aller Urnerinnen und Urner. Der Regierungsrat hat zum Beispiel im Regierungsprogramm seine Ziele dargelegt. Zu wissen, welche Auswirkungen eine Entscheidung in fünf Jahren hat, war vielleicht zu Zeiten der Munitionsfabrik noch möglich. Diese Zeiten sind vorbei. Heute ist die Welt schnelllebiger. Fakt ist: Wir müssen uns bewegen, wir müssen uns selber wehren und auf die Qualitäten setzen, die wir haben. Nur so können wir Arbeitsplätze erhalten und schaffen. Wenn wir das nicht machen, werden wir zu einem «Trüppchen», das nur darauf wartet, dass der Bund einem hilft. Der Flug muss also Richtung Eigenständigkeit und Eigeninitiative gehen. Und dieses Denken soll die Uri 18 fördern.

Wird die Uri 18 denn auch auswärtige Gäste anziehen?

In erster Linie geht es darum, die Urner Wirtschaft den Einheimischen ins Bewusstsein zu rücken. Die Urner sollen sehen und erleben, was es hier alles gibt und wie leistungsfähig unser Kanton ist. Die Uri 18 soll unser Selbstvertrauen stärken. Zu den Stärken zählen die Beziehungsnetze aller Aussteller, zu denen sicher auch Auswärtige gehören. So wird die Messe über die Kantonsgrenze hinaus Leute erreichen.

In dreieinhalb Monaten ist es so weit. Was braucht es noch zum Erfolg?

Die Flächen sind ausgebucht, mehr als 200 Aussteller sind angemeldet und wir haben die nötigen Sponsoren beisammen und so das Budget im Griff. Jetzt müssen nur noch die Urnerinnen und Urner kommen. Dazu wird es sicher noch einiges an Werbung geben und klar gibt es noch einiges an Feinjustierungen.

20000 Leute sollen kommen. Hätte es Platz für mehr?

Budgetiert sind 20000. Das ist eine realistische Zahl, die wir auf die Erfahrungen von der Uri 06 abstützen. Super wäre es natürlich, wenn wir am Schluss 25000 Leute zählen könnten.

Woran könnte es jetzt noch scheitern?

Die Ausgangslage, dass es ein Erfolg wird, ist sehr gut. Wir sind daran, ein gutes Unterhaltungsprogramm zusammenzustellen. Das Wetter hat natürlich Einfluss – Föhn, Regen oder zu schönes Wetter haben alle ihre Vor- und Nachteile. Aber die Messe ist darauf ausgerichtet, dass es für jede Situation etwas dabei hat. Im Freien gibt es Hüpfburgen und ein Riesenrad, vieles findet in der Halle statt. Natürlich kann immer was passieren, aber meinem Gefühl nach sind wir auf einem guten Weg.

Worauf freuen Sie sich am meisten?

Auf das Volksfest und die Begegnungen mit Menschen, Firmen und vielen Bekannten. An den vier Tagen kommt der ganze Kanton zusammen. Am Schluss muss man dort gewesen sein, um überhaupt noch mitreden zu können.

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