Die CVP Uri startet in den Wahlkampf

Die Kantonalpartei will weiterhin drei Regierungsräte stellen und Urban Camenzind soll Landammann werden.

Hören
Drucken
Teilen
Die drei Regierungsratskandidaten; von links: Daniel Furrer, Urban Camenzind und Beat Jörg.

Die drei Regierungsratskandidaten; von links: Daniel Furrer, Urban Camenzind und Beat Jörg.

Bild: PD

(RIN) In der vergangenen Woche startete die CVP Uri mit dem Wahlkampf. «Wir werden Vollgas geben», sagt Parteipräsident Flavio Gisler. «Vor uns liegen acht äusserst intensive Wochen. Wir müssen die Urnerinnen und Urner von unserer lösungsorientierten Politik überzeugen.»

Das Ziel der Kantonalpartei sei klar: Die CVP Uri will auch in Zukunft mit drei Personen im Urner Regierungsrat vertreten sein, wie es in ihrer Mitteilung heisst. Beat Jörg aus Gurtnellen (Bildungs- und Kulturdirektor) und Urban Camenzind aus Bürglen (Volkswirtschaftsdirektor) stellen sich beide für eine dritte Legislatur zur Verfügung. Camenzind ist zudem als Landammann vorgeschlagen. «Beat Jörg und Urban Camenzind machen einen guten Job in der Regierung», sagt Parteipräsident Gisler. Neu soll nun Daniel Furrer aus Erstfeld in den Regierungsrat einziehen, um die Nachfolge von Heidi Z’graggen anzutreten. «Der CVP Uri ist es ein grosses Anliegen, dass das mittlere Reusstal auch künftig in der Regierung vertreten ist», sagt Parteipräsident Gisler.

Landwirt, Familienvater und Prüfungsexperte

Daniel Furrer bringe die nötige Erfahrung und das Rüstzeug für das Amt als Regierungsrat mit. Als Familienvater, selbstständiger Meisterlandwirt, Betriebsberater, Lehrmeister, LAP- und Meisterprüfungsexperte, als Verwalter der Stiftung Fideikommiss A Pro sowie als Landi-Verwaltungsrat kenne er die Anliegen der Urner. Der 48-Jährige vertritt die Gemeinde Erstfeld seit 2008 im Landrat und gilt als fleissiger «Schaffer».

Er engagierte sich als Landrat unter anderem in der Finanz- (Präsident), in der Bau- und in der Justizkommission. Seine Vorstösse im Urner Parlament seien stets auf Gehör gestossen und wurden allesamt überwiesen, seine Arbeit sei weit über die Parteigrenzen hinweg geschätzt worden, wie die CVP Uri weiter schreibt. Während fünf Jahren präsidierte Furrer zudem die CVP-Fraktion.

So sei es beispielsweise Furrers politischem Geschick zu verdanken, dass das Kraftwerk am Alpbach in Erstfeld nun überhaupt realisiert werden kann. Und mit seiner Hartnäckigkeit konnte er im vergangenen Jahr erreichen, dass der Kanton Uri die Gewerbegrenze für landwirtschaftliche Betriebe von 1,0 auf 0,8 Standartarbeitskräfte (SAK) senkte – und dies gegen den Willen des Regierungsrates. Von dieser Lösung profitieren nun vor allem kleinere und mittlere Betriebe im Berggebiet.

Als Regierungsrat möchte Daniel Furrer seine Erfahrung nutzen und sich unter anderem in folgenden Themenbereichen starkmachen, etwa in der Finanzpolitik: Anstehende Grossprojekte würden die Urner Finanzen nachhaltig strapazieren. Diesem Umstand müsse Rechnung getragen werden. Eine Steuererhöhung sei für Furrer jedoch die letzte Massnahme.

Andermatt und der Urner Talboden seien Uris Entwicklungsschwerpunkte. Aber auch das übrige Reusstal und die Seitentäler sollen sich positiv entwickeln können. Auch eine zukunftsgerichtete Energiestrategie sei Furrer ein Anliegen: Die Urner Wasserkraft habe grosses Potenzial. Die Lucendero-Konzession läuft 2024 aus, jene von Amsteg, Wassen und Göschenen 2043. Hier sei anzustreben, dass sich bereits früher eine Möglichkeit zur Einflussnahme ergibt. Furrer setze sich ausserdem für optimale Erschliessungen aller Kantonsteile ein – sei es für den öffentlichen und den individuellen Verkehr. Dazu gehöre auch ein verlässliches und hochwertiges Mobilfunknetz respektive eine gute digitale Erschliessung.

Für Daniel Furrer sei klar, dass Uri als kleiner Kanton auf Partnerschaften mit anderen Kantonen angewiesen ist. Diese Kontakte will er pflegen und intensivieren. Uri sei auf Verständnis und Unterstützung von Partnern angewiesen – sei es im Bildungsbereich, bei den Wasserzinsen oder beim Umgang mit Grossraubtieren.

Regierungsratskandidaten mischen sich unters Volk

Die drei Regierungsratskandidaten der CVP Uri – Urban Camenzind, Beat Jörg und Daniel Furrer – wollen sich im Laufe des Wahlkampfs auch unters Volk mischen und den Puls der Bevölkerung spüren. Das CVP-Wahlkampfteam plant daher eine «Dörfli-Tour». Details dazu würden zu einem späteren Zeitpunkt folgen. 

Hinweis

Mehr Informationen zu den Kandidaten gibt es unter: www.cvp-uri.ch