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Linda Indergand: «Die Fans haben mich ins Ziel getragen»

Die Bilanz der Heim-WM aus Urner Sicht fällt positiv aus. Die 25-jährige Linda Indergand überzeugt vor rund 25'000 Zuschauern und fährt auf den 13. Rang. Während ihr Bruder Reto leicht enttäuscht, überrascht Juniorin Melanie Tresch.
Roland Jauch
Die Silenerin Linda Indergand erreichte an der WM einen starken 13. Rang. (Bild: Roland Jauch, Lenzerheide, 8. September 2018)

Die Silenerin Linda Indergand erreichte an der WM einen starken 13. Rang. (Bild: Roland Jauch, Lenzerheide, 8. September 2018)

Linda Indergand (VMC Silenen/Focus XC Team) hatte keine guten Erinnerungen an die WM-Strecke auf der Lenzerheide. Sie stürzte bei der letztjährigen Hauptprobe. Diesen Sturz hat sie mental gut verarbeitet und mit der verhängnisvollen Passage bereits im Vorfeld der WM wieder Frieden geschlossen. Sie startete am Samstag gut ins Rennen und ging an fünfter Stelle in die zweite Runde. Als Zehntplatzierte ging Indergand schliesslich auf die letzte Runde, verlor noch Plätze und wurde am Ende mit 5 Minuten und 13 Sekunden Rückstand 13. Ihre Kurzanalyse: «Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung, die letzten beiden Runden bin ich noch ein bisschen eingebrochen, aber die Fans haben mich ins Ziel getragen.»

Weltmeisterin wurde überraschend die US-Amerikanerin Kate Courtney. Top-Favoritin Jolanda Neff wurde unglückliche Vierte. Neff konnte nicht in optimaler Form an den Start, da sie in der letzten WM-Vorbereitungsphase aufs Knie stürzte und sich zudem noch einen Husten eingefangen hatte.

Reto Indergand mit Pech an den Reifen

Reto Indergand (VMC Silenen/BMC Mountainbike Racing Team) reiste mit guten Erinnerungen an die WM auf der Lenzerheide. An der WM zuvor 2017 im australischen Cairns erreicht er nämlich den hervorragenden 10. Rang. Dementsprechend hoch waren auch seine eigenen Erwartungen. Das Rennen verlief aber nicht nach seinen Wünschen. Bereits vor Rennmitte entschied er sich wegen Problemen mit dem Reifendruck einen Stopp in der Technischen Zone einlegen. Auf dem 20. Rang liegend verlor er deswegen mehrere Plätze. Indergand kämpfte sich nochmals bis auf den 25. Rang vor, verlor aber in der letzten Runde nochmals einige Plätze. Am Ende wurde er 29. mit 5 Minuten und 23 Sekunden Rückstand auf den alten und neuen Weltmeister, Nino Schurter. Es ist Schurters vierter WM-Titel in Serie. Mit Florian Vogel (5.), Mathias Flückiger (6.) und Thomas Litscher (10.) schafften es drei weitere Schweizer in die Top Ten.

Reto Indergand hatte während des Rennens Probleme mit dem Reifendruck. (Bild: Roland Jauch, Lenzerheide, 8. September 2018)

Reto Indergand hatte während des Rennens Probleme mit dem Reifendruck. (Bild: Roland Jauch, Lenzerheide, 8. September 2018)

Einen Tag zuvor fanden die Rennen der Kategorie der U23 statt. Bei den Damen feierten die Schweizerinnen einen Doppelsieg. Alessandra Keller gewann vor Sina Frei. Bei den Männern landete kein Schweizer in den Top Ten. Urnerinnen und Urner waren in dieser Kategorie nicht am Start.

Melanie Tresch mit starker Leistung

Aus Urnersicht kann eine positive Bilanz der Heim-WM gezogen werden. Dafür sorgten vor allem die beiden Damen. Juniorin Melanie Tresch schloss ihre erste WM auf dem hervorragenden 19. Rang ab. Und auch Linda Indergand kann mit dem sehr guten 13. Platz ihre durchzogene internationale Rennsaison mit einem Erfolgserlebnis abschliessen. Einzig Reto Indergand konnte rangmässig nicht das abliefern, was man von ihm erwarten konnte.

Allen wird aber die Heim-WM mit der einmaligen Atmosphäre in positiver Erinnerung bleiben. Linda Indergand dazu: «Die Stimmung war unglaublich, vom Anfang bis am Schluss hatte ich Gänsehaut.» Die Frage, ob sie die vielen Urner Fahnen während des Rennens realisiert habe, beantwortete sie nicht mit Worten, sondern mit einem Ausbruch an Freudentränen.

Melanie Tresch auf einer der Abfahrten. Sie zeigte eine eindrückliche Vorstellung und kam als 19. ins Ziel. (Bild: Roland Jauch, Lenzerheide, 6. September 2018)

Melanie Tresch auf einer der Abfahrten. Sie zeigte eine eindrückliche Vorstellung und kam als 19. ins Ziel. (Bild: Roland Jauch, Lenzerheide, 6. September 2018)

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