Die Kalender der Urner Kalendergirls

Wer sind die Kalendergirls, die am 26. Oktober die Premiere des gleichnamigen Musiktheaters feiern? Und wie haben sie es mit ihrem persönlichen Kalender? Das verraten sie, bevor man sie im neuen Mehrzweckraum der Dätwyler Stiftung sehen kann.

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Die Urner Kalendergirls laden zum Besuch ihres Musiktheaters ein: (von links) Irene Fussen, Anita Schuler, Manuela Kempf, Irene Schilter, Ursula Zurkirchen und Margret Wipfli. (Bild: PD)

Die Urner Kalendergirls laden zum Besuch ihres Musiktheaters ein: (von links) Irene Fussen, Anita Schuler, Manuela Kempf, Irene Schilter, Ursula Zurkirchen und Margret Wipfli. (Bild: PD)

In Altdorf, Bürglen und Schattdorf sind sie zu Hause. Connie, Christa, Andrea, Susi, Silja und Ruth heissen sie als Kalendergirls im Alter von 50 plus. Am 26. Oktober feiern sie zusammen mit weiteren Darstellerinnen und Darstellern, einer Musikband und einem Kinderchor Premiere.

Das Musiktheater Kalendergirls erzählt die Geschichte einer Gruppe älterer, junggebliebener Frauen, die jedes Jahr einen Benefizkalender herausgibt. Der Jahreskalender 2019 soll aussergewöhnlich sein. Sie selber sollen abgebildet werden – herausgeputzt, aber nur leicht bekleidet.

Aufführungen im neuen Mehrzweckraum Dätwyler

Eine Theaterpremiere erlebt am 26. Oktober auch der Aufführungsort: der neue Mehrzweckraum der Dätwyler Stiftung auf dem Dätwyler Areal in Altdorf an der Dätwylerstrasse 27, wo sich einst das Schwimmbad der Dätwyler AG befand

Aufgeführt wird das Musiktheater mit dem Titel «Kalendergirls» in der schweizerdeutschen Bearbeitung von Lory Schranz-Gisler und Rafael Iten. Lory Schranz-Gisler führt auch Regie und erarbeitete die Choreografie. Für die musikalische Leitung zeichnet Jelly Kerkhof verantwortlich. Getragen wird die Produktion von der Theatergruppe Ürgschtei, präsidiert von Markus Fink.

Auch das Theaterprogramm kommt als Kalender daher

Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit. Das Jahr 2018 nähert sich dem Ende. Die neuen Kalender sind bereit. So zum Beispiel der Muuh-Kalender, der Star-Kalender mit Beatrice Egli, der Schmalspur-Romantik-Kalender, der Formel-I-Kalender, der Zookalender und auch der Urner Bildkalender mit Uri und seinen Dörfern, seinen Naturwundern und landschaftlichen Gegensätzen. Zu haben ist selbstverständlich auch der Kalender 2019 beziehungsweise das Programm zum Musiktheater Kalendergirls, zu erleben bereits dieses Jahr vom 26. Oktober bis am 11. November.

Was im Kalender steht, bleibt ihr Geheimnis

Welchen Kalender bevorzugen denn die Urner Kalendergirls persönlich? Vier Kalender schmücken das Zuhause von Kalendergirl Andrea alias Irene Fussen aus Altdorf: Kalender von den Kindern und Grosskindern. Im persönlichen Kalender trägt sie Geburtstage und wichtige Termine ein. Bei Kalendergirl Ruth alias Ursula Zurkirchen aus Altdorf ist es ein Naturkalender, ein Garten- oder Bergkalender, momentan «Wege in die Natur». Kalendergirl Susi alias Manuela Kempf aus Bürglen führt einen Geburtstagskalender. Was sie noch in den Kalender schreibe, bleibe ihr Geheimnis, sagt sie.

Grosskinder und Naturbilder statt Männer-Six-Packs

Mehr verrät Kalendergirl Connie alias Irene Schilter aus Altdorf. Ihr Kalender sei nicht ein Ding mit tollen Six-Pack-Männerbodies, sondern schlicht der Arbeitsplan mit wichtigen persönlichen Terminen. Aber vielleicht hängt in ihrer Küche im kommenden Jahr ja der Formel-I-Kalender, «weil mein Traum schon immer war, Rennfahrerin zu werden», erklärt sie.

Kalendergirl Silja alias Anita Schuler aus Schattdorf liebt die Kalender mit Fotos ihrer Grosskinder und solche, die von ihren Grosskindern gestaltet worden sind. Bei Kalendergirl Christa alias Margret Wipfli zu Hause gibt es mehrere Kalender, je nach Raum und Örtchen: der Familienkalender oder der Kalender mit Fotos aus dem Schächental oder jener mit Tagessprüchen. Vorstellen könnte sie sich irgendwo im Haus auch den Muh-Kalender 2019.

Nun darf man gespannt sein, wie herausgeputzt und bekleidet die Kalendergirls ab dem 26. Oktober auf der Bühne zu sehen sind. (pd/eca)

THEATER: Bittgang der Urner «Kalendergirls»

In Not und Sorge suchen sie die Marienkapelle in der Jagdmatt in Erstfeld auf. Tony Gnos filmte die Handlung. Es ist zugleich eine Szene der «Kalendergirls», die im Herbst ihren Auftritt auf der Bühne in Altdorf haben.