Die Korporation Uri budgetiert für 2020 schwarze Zahlen

Der Voranschlag für das kommende Jahr schliesst mit einem leichten Plus. Das ist aber mit einer Fondsentnahme verbunden.

Markus Zwyssig
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Der Korporationsrat Uri berät am 6. Dezember das Budget 2020. (Bild: Elias Bricker, Altdorf, Februar 2017)

Der Korporationsrat Uri berät am 6. Dezember das Budget 2020. (Bild: Elias Bricker, Altdorf, Februar 2017)

Das Budget 2020 der Korporation Uri weist ein leicht positives Ergebnis aus. Der Voranschlag der Korporation Uri sieht bei einem Aufwand von 5,899 Millionen Franken und einem Ertrag von 5,916 Millionen Franken einen Mehrertrag von 17775 Franken vor.

Ermöglicht wird der ausgewiesene Mehrertrag für das kommende Jahr durch eine Fondsentnahme in der Höhe von 120000 Franken aus den Spezialfinanzierungen. Dies geht aus einer am Freitag, 22. November 2019, veröffentlichten Mitteilung der Korporation Uri hervor.

Unterhalt der Wohnungen wird immer wichtiger

«Die Korporation Uri steht auf einer unverändert soliden finanziellen Basis», heisst es in der am Freitag veröffentlichten Mitteilung. Das in den vergangenen Jahren entstandene Überangebot an Wohnraum werde nun vermehrt zu einem «Käufermarkt im Immobilienbereich.» Der Zunahme der kantonalen Quote an leer stehenden Wohnungen wird im Budget 2020 mit einer vorsorglichen Reduktion der erwarteten Mieteinnahmen Rechnung getragen.

«Es zeigt sich, dass der laufende Unterhalt der Renditeobjekte immer wichtiger wird, damit auch längerfristig die Mieteinnahmen gesichert werden können», heisst es in der Mitteilung weiter. Die Korporation Uri nimmt die Bedeutung der Sanierungen der Wohnungen ernst. So wird für das Mehrfamilienhaus Mühlematte eine Gebäudeanalyse zur Ermittlung des genauen Sanierungsbedarfs in Auftrag gegeben.

Eine Arbeitsgruppe hat sich intensiv mit der Sicherung der Zukunft des historischen Klosters beschäftigt. Im Zusammenhang mit der Betriebsfortführung des Alten Klosters Altdorf durch eine neue Trägerschaft wird ein beträchtlicher Bedarf an Investitionen ausgemacht.

Der neue Verein «Altes Kapuzinerkloster Altdorf» wird die zukünftige operative Betriebsführung wahrnehmen. Die durch die Arbeitsgruppe erstellte Projektdokumentation zeigt einen Investitionsbedarf in der Höhe von 250000 Franken auf, welcher ins Budget aufgenommen wird.

Am Tunnelprojekt zur Erschliessung der Alp Alplen in Unterschächen, mit Gesamtkosten von rund 2,8 Millionen Franken wird sich die Korporation Uri mit 18 Prozent oder 504000 Franken beteiligen. Und so wird das Geld aufgeteilt: Für das Jahr 2020 setzt der Engere Rat dafür 300000 Franken und für das darauf folgende Jahr 204000 Franken ein.

Regalien und Konzessionen sind Hauptertragsquelle

Nach wie vor bilden die Einnahmen aus Regalien und Konzessionen mit 3,163 Millionen Franken die wichtigste Ertragsquelle (53,5 Prozent) der Korporation Uri. Daneben werden mit Vermögenserträgen aus Liegenschaften, Anlagen sowie Pacht- und Baurechtszinsen knapp ein Drittel der Einnahmen generiert. Durch eine Abflachung der Zinserträge auf Festgeldanlagen im Negativzinsumfeld sinken die Erträge auf Wertschriftenanlagen. Teilweise können diese Ertragsausfälle durch Dividendenerträge aus Beteiligungen an Kraftwerkgesellschaften kompensiert werden.

Bei den Wohnliegenschaften trägt die Korporation Uri den veränderten Rahmenbedingungen auf dem Immobilienmarkt Rechnung. Die Attraktivität der eigenen Mietobjekte soll durch gezielte Investitionen gesteigert werden. Die Anwendung von marktgerechten Mieten unter Berücksichtigung der Lage wird dabei weitergeführt.

Verpflichtungskredit von 1,71 Millionen für den Wald

An der Sitzung des Korporationsrats wird über einen Verpflichtungskredit in der Höhe von 1,71 Millionen Franken befunden. Dabei geht es um die Erneuerung der Vereinbarung der Korporationsbeiträge an die Forstprojekte des Amts für Forst und Jagd. Die Beiträge, welche die Jahre 2020 bis 2024 abdecken, werden für die Schutzwaldpflege (1,5 Millionen Franken), die Zwangsnutzung (195000 Franken) sowie die Jungwaldpflege (15000 Franken) eingesetzt.

Zudem stehen an der Sitzung des Korporationsrats Uri auch Wahlen an. Korporationsverwalter Lukas Wyrsch, Attinghausen, wird einerseits zur Wahl in den Verwaltungsrat der Kraftwerk Schächen AG sowie anderseits auch in den Verwaltungsrat der Kraftwerk Göschenen AG nominiert.

Hinweis

Die nächste Sitzung des Korporationsrats Uri findet am Freitag, 6. Dezember, statt.