Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

«Bodäfahrt» 2018: Die Kühe sind zurückgekehrt

Aufgestellte Älplerfamilien, tolles Ambiente und imposanter Glockensound. Die «Bodäfahrt »2018 lockte trotz nasskalten Wetters Hunderte Besucher an – auch ausserkantonale Gäste waren anzutreffen.
Franz Imholz

Am Samstagmorgen nach 4 Uhr setzte ein reger Autoverkehr Richtung Klausenpass ein. Bereits um 5 Uhr war der Parkplatz auf dem Klausenpass gut besetzt. Auf der Schächentaler Seite von Unterschächen bis auf den Klausenpass lag dichter Nebel. Es nieselte leicht.

Nach gut sieben Wochen Oberstäfelzeit zogen am Samstag kurz nach Tagesanbruch bei neblig nassem Wetter und sehr kühlen Temperaturen – auf dem Klausenpass zeigte das Thermometer 6 Grad Celsius an – die Urnerboden Älpler mit ihren Kühen auf den Urnerboden zurück. Die Kühe der 50 Älplerfamilien beidseits des Klausenpasses haben in der Oberstäfelzeit (4. Juli bis 24. August 2018) das Gras ganz abgeweidet. Den meisten Kühen wurde eine Fahrtreichel oder Glocke umgehängt.

Hagelschlag kam nur vereinzelt vor

Das Wetter war in der Oberstäfelzeit 2018 optimal. Aussergewöhnlich hohe Temperaturen und auch genügend Regen haben den Graswuchs ideal beeinflusst. Im Weiteren musste nur vereinzelt Hagelschlag registriert werden, sodass der Sommer 2018 für die Alpwirtschaft in der Klausenpassregion als äusserst gut festgehalten werden darf.

Es war ein fantastisches Erlebnis nach Tagesanbruch so viele Sennten mit ihrem an den Felswänden widerhallenden Glockenklang an sich vorbeziehen zu sehen und zu hören. Mehrere hundert Besucher säumten den Strassenrand der Klausenpassstrasse zwischen Balm und Urnerboden und begutachteten fachkundig die vorbeiziehenden Sennten. Die Älpler vom Ausstafel Wannelen, welche am Samstagmorgen im direkten Weg loszogen, sagten, dass sie mit ihren Kühen über Niederalp, Balmwand, Niemerstafel und Klausenpass das Ziel Urnerboden in viereinhalb Stunden Marschzeit – im Normalfall zirka fünf bis sechs Stunden – erreichten. Die nasskühle, neblige Witterung über den Klausenpass ermöglichte diese Rekordzeit.

Nächstes Wochenende steht die «Vreenä-Chilbi» an

Eine Familie aus dem Appenzellerland berichtete, dass sie von der «Bodäfahrt »hörten und diese unbedingt einmal erleben wollten. Sie waren hell begeistert einmal vom landschaftlichen Reiz und anderseits von der mit «Fahrtreicheln» geschmückten grossen Anzahl von Sennten. Ihre Erwartungen wurden in allen Belangen übertroffen. An den Verkaufsständen bei der Alpkäserei Urnerboden herrschte reger Betrieb.

Die «Bodäfahrt »2018 mit Besuchern aus vielen Deutschschweizer Kantonen war ein voller Erfolg. Als nächste Veranstaltung steht die «Vreenä-Chilbi» mit Viehmarkt vom 1. bis 3. September an.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.