Die Lawinengefahr nimmt ab – vorerst

Die grosse Lawinengefahr im Kanton Uri ist vorerst gebannt. Ein Experte sagt aber, weshalb der Schnee später wieder gefährlicher werden kann.

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Dieses Jahr ist sehr viel Schnee auf einmal gefallen. So auch in Hospental. (Bild: Keystone)

Dieses Jahr ist sehr viel Schnee auf einmal gefallen. So auch in Hospental. (Bild: Keystone)

Alle Kantonsstrassen mit Ausnahme der Verbindung Wassen-Meien sind wieder geöffnet. Laut Jann Marx, Abteilungsleiter Naturgefahren beim Amt für Forst und Jagd Uri, zählt diese Strasse auf die Lawinengefahr bezogen zu den drei kritischsten Stellen in Uri. Gefährdet sind aber auch die Strasse zwischen Hospental und Realp, sowie die Zugstrecke der Matterhorn-Gotthard-Bahn am Oberalppass.

Grund dafür ist zum einen die Höhe über Meer, zum andern die Topografie. Die Lawine löst sich im steilen Abrissgebiet. Während des Sturzes reisst sie immer mehr Schnee mit sich. Je nach Steilheit des Auslaufgebiets beruhigt sich die Lawine schnell oder langsam. Die drei Gebiete befinden sich direkt in der Sturzbahn der Lawinen. «Diese Stellen muss man bei Gefahr zwingend schliessen. Es gibt dabei keinen Spielraum», so Marx.

Im Interview mit der Neuen Urner Zeitung erklärt Marx, dass die Lawinengefahr vorerst gebannt ist. «Im Frühling beginnt der Schnee nass zu werden, durchzufaulen und in sich zusammenzubrechen. Das führt allenfalls zu Nassschneelawinen», so Marx.

Laut dem Schnee und Lawinenforschungsinstitut in Davos ist die Lawinengefahr in der Zentralschweiz auf Stufe 2 (mässig) herabgestuft worden.

zf/rem

Das ausführliche Interview lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Urner Zeitung und als Abonnent kostenlos im E-Paper.