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Die Maikäferbekämpfung im Kanton Uri wird teurer

Um die Schädlinge weiterhin bekämpfen zu können, muss der Regierungsrat neue Wege gehen. Dafür reichen die budgetierten 60’000 Franken jedoch nicht aus – ein Nachtragskredit wird nötig.
Carmen Epp
Maikäfer sollen auch 2019 bekämpft werden. (Bild: Archiv UZ)

Maikäfer sollen auch 2019 bekämpft werden. (Bild: Archiv UZ)

Die Engerlingsbekämpfung verlangt heuer nach besonderen Massnahmen; nur so kann grosser Schaden von den betroffenen Flächen beziehungsweisen Betrieben ferngehalten werden. Das schreibt der Urner Regierungsrat im Bericht und Antrag zum Nachtragskredit für die Maikäferbekämpfung an den Landrat.

Die Bekämpfung der Engerlinge findet mit einem speziellen Pilz statt. Seit Frühling verzichtet der Lieferant der auf sterilisierten Gerstenkörnern angesetzten Pilze darauf, die Körner zu trocknen. Das habe zu qualitativen Einbussen und zusätzlich bei der Ausbringung zu massiven Schwierigkeiten geführt, schreibt die Regierung. Der Lieferant sei nicht bereit, das Saatgut für die diesjährige Behandlung zu trocknen, habe sich aber schriftlich bereit erklärt, dass die Kantone Uri und Graubünden die Pilzsporen auf den Gerstenkörnern auf eigene Kosten und eigenes Risiko selber importieren, vorbereiten, trocknen und einsetzen dürfen. Die landwirtschaftliche Ausbildungsstätte Plantahof und die Maschinenring Graubünden GmbH haben dafür die Möglichkeiten geschaffen. Letztere offerierte dem Kanton Uri getrocknetes Saatgut für 120 Hektaren Grünland für 60’000 Franken. Dabei bleibt allerdings das Restrisiko, dass eine Fremdinfektion den Pilz vernichten könnte. Dann würde für den Anteil des Kantons ein Schaden von 60’000 Franken entstehen. Der Maschinenring und der Plantahof ersuchen die Urner Volkswirtschaftsdirektion, anteilsmässig die Kosten im Sinne einer Risikogarantie zu übernehmen.

Engerlinge haben grosse Flächen geschädigt

Das vorgeschlagene Vorgehen sei «die einzige Möglichkeit für den Kanton Uri, den absehbar grossen Engerlingsschaden zu verhindern», schreibt die Regierung. Im Herbst meldeten die Urner Landwirte über 210 Hektaren für die Bekämpfung mit Beauveria-Pilzgerste an. Aufgrund der hohen Meldung von durch Engerlinge geschädigten Flächen sei die Durchführung von kantonalen Begleitmassnahmen «dringend zu unterstützen». Dabei sei es angezeigt, die maximal mögliche Saatgutmenge zu beziehen, die der Maschinenring Graubünden liefern kann. Da die nicht für alle angemeldeten Befallsflächen ausreichen, nehme das Amt für Landwirtschaft, in Absprache mit dem Vorstand des Bauernverbands Uri, die Zuteilung des Saatguts vor.

Budgetierter Betrag reicht nicht aus

In den bisherigen Kampagnen hat der Kanton Uri die Kosten des Saatguts und der Sähmaschinentransporte in den Kanton Uri sowie die Qualitätskontrolle der Bekämpfungskampagne übernommen. Für das Einbringen des Saatguts und eine allfällige Übersaat der betroffenen Flächen kam der Landwirt auf. Wird die Engerlingskampagne 2019 im gewohnten Rahmen unterstützt, reichen die budgetierten Mittel von 60’000 Franken nicht aus. Weshalb die Regierung dem Landrat einen Nachtragskredit von 25’000 Franken beantragt.

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