Die Narren treiben es in Erstfeld bunt

Der grosse Fasnachtsumzug wartete mit viel Musik, zahlreichen Fussgruppen und originellen Wagen auf.

Zwyssig Markus
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Beim Umzug am Fasnachtssonntag in Erstfeld gab es viel zu sehen.

Beim Umzug am Fasnachtssonntag in Erstfeld gab es viel zu sehen.

Urs Hanhart / Urner Zeitung
Ein Hasenpaar in Erstfeld.
20 Bilder
Wikingerboot in Erstfeld.
Der Umzug in Erstfeld.
Umzug in Erstfeld.
Umzug in Erstfeld.
Ein Eisbär in Erstfeld.
Himmelszelte am Umzug Erstfeld.
Umzug in Erstfeld.
Steile Wände.
Umzug in Erstfeld.
Umzug in Erstfeld.
Umzug in Erstfeld.
Umzug in Erstfeld.
Umzug in Erstfeld.
Umzug in Erstfeld.
Grosser Fisch in Erstfeld.
Umzug in Erstfeld.
Rennfahrerin in Erstfeld.
Rennautos.
Umzug im Erstfeld.

Ein Hasenpaar in Erstfeld.

Bild: Urs Hanhart, Erstfeld, 23. Februar 2020

Angeführt von der organisierenden Kröntä-Guggä zog sich am Sonntagnachmittag ein 26 Nummern starker Umzug durch Erstfeld. Das Publikum am Strassenrand wurde über eine Stunde lang von den Narren bestens unterhalten. Der ESC Erstfeld liess Steine vom Axen auf die Strasse fallen. Doch die Bevölkerung machte das Beste aus der Situation: «Isch dr Axä am Ranzä, chasch d’ Sisigä ussä Tanzä».

Der Schwingklub Erstfeld betrieb Werbung in eigener Sache. Bereits wurden Flyer für das 99. Urner Kantonale Schwingfest verteilt, das im Juni in Erstfeld stattfinden wird. Der Feuerwehrverein Erstfeld feierte sein 175 Jahr-Jubiläum am Fasnachtsumzug lautstark mit Sirenengeheul. Die Pfadi Krönten brachte musikalisch Lagerfeuerromantik und entschuldigte sich für «Cholä Marroni». Der LA TV Erstfeld nahm sich gleich selbst auf die Schippe, denn er hatte Pech mit dem Wetter: «Wenn bim Crosslaif z’ Ziel nid gfinsch liits tiäf im Schnee, das mainsch dü spinsch.» Die Fasnachtsgruppe Flick Ab kümmerte sich um den Klimawandel und zeigten dabei Galgenhumor: «Fir äs Iglu büüwä brüchsch vill Iis, villicht schpritzisch en Stei de eeifach wiis.»

Rauch gab es bei den Sirtä Sirmlä. Sie waren als Eingeborene mit einem Drachenschiff unterwegs. «Diä Niäfärä» waren als Marsmenschen gekleidet und verteilten ein ausserirdisches Getränk.

Bei der Fasnachtsgruppe «Genijella Idejellä» ging es um die Basis 57 und die einheimische Fischzucht: «Darfsch doobä nimmä ids Bächli säichä, will z’Erschtfäld düäd dr Zander läichä.» Nicht so nett war, dass sie den Umzugsbesuchern dabei die Fische an der Rutte gleich ins Gesicht schlugen.

Katzenmusikmarsch in vielen Varianten

Der Katzenmusikmarsch war während des Umzugs gleich mehrmals zu hören. Neben der Katzenmusikgesellschaft Erstfeld war die lautstarke Brüchä-Katzenmusik, welche traditionell auf Fässer einschlägt und die Katzenmusikgesellschaft Bürglen mit dabei.

Für Stimmung sorgten auch die Bäusyräller Amsteg, die Smürfer-Spätzinder Gurtnellen, Chyybääderli Altdorf und die Wybergschränzer Aarau.

Die Drapolinggruppe Amsteg durfte nicht fehlen. Dazu kamen viele Gäste, die zum Teil von weit her angereist waren. Diese trugen einerseits witzige, andererseits aber auch gruselige Masken: die Rossbärghäxä Goldau, Hasenrott Lauerz, die Chälenwaldtüüfel Schübelbach, Narrhalla Lachen, Vorstadt Glunggi Binningen und die Amalia-Zunft Galgenen. Die einheimische Muki- und Jugi-Gruppe war in blau gelben Kleidern mit Sonne, Mond und Sternen unterwegs.

Nach dem Umzug war das Fest noch lange nicht zu Ende. Anschliessend an den Korso startete das Unterhaltungsprogramm auf dem Festareal beim Wytheidschulhaus. Im Pfarreizentrum sorgte die Bandella Spontanella für Stimmung und im Ländlerzelt spielte eine Jungformation. Es gab Platzkonzerte diverser Guggenmusiken. Im Pfarreizentrum war bei Tanzmusik Party angesagt.