Die Urner Pfadi ist 72 Stunden im Einsatz

Bei der schweizweiten Freiwilligenaktion dreht sich im Gotthardkanton alles um das neue Pfadiheim in Erstfeld.

Franziska Herger
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Bei der letzten «Aktion 72 Stunden» vor fünf Jahren liessen die Teilnehmer auf der Seerose in Flüelen Luftballons steigen.

Bei der letzten «Aktion 72 Stunden» vor fünf Jahren liessen die Teilnehmer auf der Seerose in Flüelen Luftballons steigen.

Bild: Urs Hanhart (Flüelen, 10. September 2015)

Nach fünf Jahren ist es zurück, das grösste Freiwilligenprojekt der Schweiz, genannt «Aktion 72 Stunden». Am Donnerstag fiel der Startschuss für rund 15'000 Kinder und Jugendliche im ganzen Land. Während 72 Stunden verwirklichen sie 235 eigene solidarische Projekte, die den Menschen in ihrer Umgebung und darüber hinaus zugutekommen sollen.

Hauptorganisatorin der zum vierten Mal stattfindenden Aktion ist die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV), die Projekte selber werden jedoch von lokalen Jugendorganisationen umgesetzt. So auch in Uri. Wobei sich hier alles um das neue Pfadiheim im Bärenboden in Erstfeld dreht, das seit Dezember gebaut wird.

Die Pfadi Trotz Allem verkauft Selbstgebackenes

«Wir machen einfach, was anfällt», sagt Jannis Herger von der Pfadi Don Bosco aus Schattdorf. Zusammen mit Leitern der Pfadi Wilhelm Tell aus Bürglen helfen Don-Bosco-Leiter beim Bau des Pfadiheims mit, das ein Zuhause für alle Urner Pfadis werden soll. Dabei soll auch etwa die Umgebung des Pfadiheims gesäubert und von Ästen befreit werden.

Auf eine andere Art unterstützt die Pfadi Trotz Allem (PTA) Uri das Pfadiheim. Die Pfadi für Kinder und Jugendliche mit einer Beeinträchtigung verkauft am Samstagnachmittag von 13.30 bis 16.30Uhr auf dem Altdorfer Unterlehn Selbstgebasteltes und -gebackenes sowie warme Getränke. «Wir werden etwa Einmachgläser und Kärtchen dekorieren», sagt Lorena Schuler, eine der Abteilungsleiterinnen der PTA. Der Erlös soll dann dem Pfadiheim in Erstfeld zukommen. Die PTA habe bisher kein eigenes Pfadilokal, meint Lorena Schuler. «Es wäre toll, wenn das Pfadiheim in Erstfeld dann barrierefrei wäre und etwa einen Lift hätte, damit wir es auch nützen können.» Die Aktion 72 Stunden dauert noch bis Sonntag.