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Die Schwinger ehren Alois Zurfluh

Der Eidgenössische Schwingerverband (ESV) wählte am vergangenen Samstag, 9. März, in Meiringen den 53-jährigen Attinghauser Alois Zurfluh zum Ehrenmitglied. Am Sonntag wurde er in seiner Wohngemeinde von der Schwingerfamilie empfangen.
Paul Gwerder
Im Kreis der Familie (von links): Tochter Leni (Mutter der drei Grosskinder), Vater Alois Zurfluh mit Urgrosskind Emily, Leni, Frau des neuen Ehrenmitgliedes, mit Grosskind John, das neue Ehrenmitglied mit Grosskind Elin, Tochter Anja und Sohn Alois. (Bild: Paul Gwerder (10. März 2019))

Im Kreis der Familie (von links): Tochter Leni (Mutter der drei Grosskinder), Vater Alois Zurfluh mit Urgrosskind Emily, Leni, Frau des neuen Ehrenmitgliedes, mit Grosskind John, das neue Ehrenmitglied mit Grosskind Elin, Tochter Anja und Sohn Alois. (Bild: Paul Gwerder (10. März 2019))

Alois Zurfluh wurde an der Abgeordnetenversammlung des Eidgenössischen Schwingerverbands (ESV) für seine ausserordentlichen Dienste für den Schwingsport mit der Ehrenmitgliedschaft des ESV ausgezeichnet. Diese Würdigung ist in der 124-jährigen Geschichte des ESV vor Zurfluh bisher nur gerade zehn weiteren Urnern zuteilgeworden: Jakob Kull, Erstfeld (Ernennung: 1946), Hermann Poletti, Schattdorf (1966), Hans Gisler, Schattdorf (1971), Edy Walker, Schattdorf (1981), Josef Arnold, Bürglen (1986), Alois Zurfluh, Attinghausen (1997), Ernst Willi, Seedorf (2002), Herbert Mathys, Altdorf (2002), Franz Schillig, Gisikon/Schattdorf (2007) und Robert Indergand (Erstfeld (2018).

Und das ganz Spezielle an der elften Verleihung an einen Urner und wohl auch eine Seltenheit im nationalen Schwingsport: Bereits Vater Alois Zurfluh gehört seit 1997 dem erlauchten Kreis der ESV-Mitglieder an.

Neben dem Schwingen ist die Jagd sein grösstes Hobby

Das neu gewählte Ehrenmitglied ist seit 30 Jahren mit seiner Frau Leni verheiratet. Er ist Vater von vier erwachsenen Kindern, drei Töchtern und einem Sohn, und stolzer Grossvater von drei Enkelkindern. Er arbeitet heute als Standortleiter bei der Betriebswehr SBB in Erstfeld. Seit dem Jahr 2008 ist er Mitglied des Landrats. Neben dem Schwingsport gilt die Jagd für Zurfluh als grösstes Hobby.

Sein einziger Sohn heisst ebenfalls Alois, mit dem Zusatz 90, damit er nicht mit dem Vater (66) verwechselt wird. Er ist heute schon Vizepräsident des Schwingklubs Attinghausen, am kantonalen Schwingfest hatte er das Ressort Bau unter sich und auf dem Schwingplatz ist er heute als Kampfrichter im Einsatz.

Eindrückliche Karriere als Funktionär

Der Präsident des Schwingklubs Attinghausen, Raphael Wyrsch, zählte auf, was Alois Zurfluh in den vergangenen 32 Jahren alles für den Schwingsport geleistet hat: «Alois Zurfluh zählt in Schwingerkreisen zu den bekanntesten Grössen, obwohl er während seiner vierjährigen Aktivzeit als Schwinger keinen Kranzerfolg feiern konnte. Nach seinem Rücktritt im Jahr 1986 startete er eine eindrückliche Funktionärskarriere, zunächst als technischer Leiter. Von 1994 bis 1999 war er Präsident des Schwingklubs Attinghausen. Zu dieser Zeit hat Zurfluh das Hallenbüäbäschwinget in Attinghausen ins Leben gerufen. Während der 6 Jahre als Klubpräsident war er OK-Präsident bei sämtlichen Hallen-, Rang- und Jungschwingfesten. An sämtlichen Kantonalschwingfesten in Attinghausen war er im OK, und im Jahr 2013 und 2018 Präsident dieses Grossanlasses. Er war zudem die treibende Kraft in der Jubiläumskommission «50-Jahre-Schwingklub Attinghausen». Beim Bau der Schwinghalle war er als Personalchef und «Oberbauleiter» tätig. Neben seiner Klubtätigkeit war er während zwölf Jahren (1996-2007) im Kantonalvorstand des Urner Schwingerverbandes, den er sechs Jahre lang präsidierte. Und zudem vertrat er von 2004 bis 2010 die Urner Schwinger im Vorstand des Innerschweizer Verbandes. Einer der Höhepunkte seiner Funktionärslaufbahn war wohl das Amt als Gabenchef am 104. Innerschweizerischen Schwingfest in Attinghausen 2010. Mit grossem Stolz präsentierte er mit seinen Gehilfen den wunderschönen Gabentempel. Für seine Verdienste wurden Alois Zurfluh im Jahr 2000 die Klub-, 2008 die Urner und 2011 die Ehrenmitgliedschaft des ISV verliehen.

Zurfluh war sichtlich gerührt über den riesigen Empfang

Am Sonntagnachmittag um 17 Uhr traf das neue ESV-Ehrenmitglied Alois Zurfluh in der «Krone» in Attinghausen ein. Dort bereiteten ihm die Urner Schwingerfamilie und seine eigene Familie einen riesigen Empfang.

Alois Zurfluh war sichtlich gerührt: «Ich bin hier noch mehr überrascht über diesen lieben Empfang meiner ganzen Familie und der vielen Freunde als in Meiringen bei der Ernennung zum Ehrenmitglied.» Es sei dort ebenfalls sehr eindrücklich gewesen, vor rund 300 Leuten im Scheinwerferlicht zu sitzen.

«Grosse Wertschätzung, über die ich mich sehr freue»

Er sei viel für den Schwingsport im Einsatz gewesen. Eine Ehrenmitgliedschaft sei eine grosse Wertschätzung, über die er sich sehr freue. Er dankte in der prallvollen «Krone» vor allem seiner Frau und der ganzen Familie, die in den vergangenen Jahren viel auf ihn warten mussten. «Ein spezieller Dank gehört meinem Vater, der für mich Wegbereiter war und in dessen grosse Fusstapfen ich treten durfte.»

Kantonalpräsident Sepp Schilter gratulierte Zurfluh zur Ehrenmitgliedschaft und sagte zu ihm: «Du kannst stolz auf deine Leistung sein, und wenn einer diese Auszeichnung verdient hat, dann bist du es, Alois.» In Attinghausen gab es allen Grund zum Feiern. Zur Unterhaltung spielte die Ländlerkapelle «Echo vom Gitschä».

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