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Die Suche nach verborgenen Schätzen geht weiter

In der historischen Festung Sasso San Gottardo referierte Strahler Elio Müller über den Fund des Riesenkristalls am Planggenstock im Jahre 2008. Er ist überzeugt, dass im Berg noch mehr Kristalle versteckt sind.
Paul Gwerder
Strahler Elio Müller referierte gestern über den Jahrhundertfund. (Bild: Paul Gwerder, 29. Juli 2018)

Strahler Elio Müller referierte gestern über den Jahrhundertfund. (Bild: Paul Gwerder, 29. Juli 2018)

«Dies war der richtige Entscheid heute Sonntag zum Vortrag von Elio Müller zu kommen, denn im Gegensatz zu draussen ist es hier im Berg angenehm kühl.» Mit diesen Worten begrüsste Museumsleiter des Sasso San Gottardo, Damian Zingg, die zahlreich erschienenen Gäste.

Der Silener Elio Müller sagte beim Vortrag einleitend, dass er 2007 als 21-jähriger Bursche Franz von Arx traf. «Ich habe schon früh meine Faszination für die schroffe, karge Urner Bergwelt und deren verborgene Schätze entdeckt. Das Strahlen ist meine Leidenschaft und erst mit Geduld und Ausdauer wird vielleicht ein Kristall entdeckt.» Er freue sich über jeden Fund aufs Neue und sei der Natur dankbar für die Schätze, welche sie ihm schenken würde.

Ereignis ist schwierig in Worte zu fassen

In seinem Vortrag zeigte Müller dem fachkundigen Publikum einleitend anhand einer Videopräsentation, wo der durch den Kristallfund berühmt gewordene Berg überhaupt liegt, nämlich zuhinterst in der Göscheneralp hoch oben über dem Stausee. Von Juni bis Herbst verbringt Müller zusammen mit von Arx seine Arbeitstage in der Kluft.

Zum Fund des Riesenkristalls erklärte Müller: «Am 19. September 2008 genau um 11.30 Uhr erblickte von Arx durch ein kleines gebohrtes Loch rund 50 Meter tief im Berginneren die Riesenkristallhöhle und damit den Jahrhundertfund, wie er immer genannt wird.» Für ihn ein emotionales Erlebnis: «Ich kann dieses Ereignis auch heute noch nicht in Worte fassen, denn das Glitzern und Funkeln im Berg war absolut überwältigend und aussergewöhnlich für mich».

Die Hoffnung auf einen weiteren Fund lebt

In solchen Momenten geniesse jeder Strahler den Blick auf seinen Fund, den noch kein Mensch gesehen hat. «Es brauchte die ganze Kraft von uns, die rund 300 bis 400 Kilogramm schweren Bergkristalle, welche bis zu 1,2 Meter lang, sechskantig, glasklar und von atemberaubender Schönheit waren, ins Freie zu schleppen.» Als dann dort die Sonne erstmals die Kristallgruppe beleuchtete, hätten die beiden die Dimension des Funds kaum glauben können: «Dort wurde uns erstmals richtig bewusst, welche Kraft, Feuer und Energie diese Kristalle auf uns Menschen ausüben», meinte Müller. «Ich bin überzeugt und habe das Gefühl, dass in diesem Berg noch mehr Kristalle versteckt sind. Wir geben die Hoffnung nicht auf und suchen weiter, auch wenn wir das ganze letzte Jahr und bis zum heutigen Tag rein gar nichts gefunden haben», bemerkte Müller in seinem Vortrag.

Arbeit bei jeder Witterung

«Inzwischen sind wir am Planggenstock sehr gut eingerichtet und können bei jedem Wetter im Trockenen arbeiten. Für mich ist dies ein spannender Ort, obwohl wir bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht wissen, ob wir nochmals einen grossen Kristallfund dort machen können.»

Nach dem Vortrag zeigte Kuratorin Cristina Kaufmann den Besuchern die «Kristallwunderkammer». Diese wird von vier Kristallleuchtern wunderschön beleuchtet und es gibt viele Schmuckstücke und andere Dinge aus Kristall zu sehen.

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