Die Verteidigung beim RHC Uri muss stimmen

Am kommenden Sonntag wartet mit dem Montreux HC ein schwieriger Gegner auf die Urner Rollhockeyaner.

Hören
Drucken
Teilen
Der RHC Uri will am Sonntag in Seedorf für eine grosse Überraschung sorgen. Rechts: Remo Schuler.

Der RHC Uri will am Sonntag in Seedorf für eine grosse Überraschung sorgen. Rechts: Remo Schuler.

Bild: PD/Kurt Briker

(ji) Mit zwei Siegen aus den letzten beiden Spielen haben die Urner Rollhockeyaner das Tabellenende verlassen. Sie liegen nun auf Rang 6 und reiten, zumindest wenn man den bisherigen Saisonverlauf zum Massstab nimmt, auf einer Erfolgswelle. Nicht einmal ein Dreitorerückstand im letzten Spiel gegen Wolfurt konnte die Urner stoppen. Am Ende gewannen sie 7:5. Mit dem Montreux HC gastiert am kommenden Sonntag allerdings ein anderes Kaliber in Seedorf. Die Westschweizer liegen momentan auf Rang 2 und verfügen über ein hervorragendes Kader mit viel Erfahrung.

Im Tor stehen für Montreux mit Guillaume Oberson und Jean-Pierre Vizio gleich zwei ehemalige Nationaltorhüter. Dazu gesellen sich fünf Legionäre. Allen voran Esteve Pujals gilt es im Auge zu behalten. Der Katalane ist mit 20Toren aus elf Spielen der Top-Torschütze der Liga. Angesichts dessen wird bei den Urnern alles zusammenpassen müssen, wenn die Siegesserie anhalten soll.

Für Uri-Trainer Carlos Sturla ist klar, wo der Schlüssel zum Erfolg liegt, nämlich in der Defensive. «Wenn wir verteidigen, wie in der 1. Halbzeit gegen Wolfurt, dann können wir gleich zu Hause bleiben. Wir müssen aggressiver auf den Mann spielen und näher bei den Leuten stehen», so Sturla.

Knopf beim Offensivspiel hat sich etwas gelöst

Unter der Woche hat er seinen Spielern die Fehler vom vergangenen Samstag auf Video nochmals vorgespielt. Dies in der Hoffnung, die Fehlerquellen bis Sonntag minimieren zu können. «Montreux ist ein Gegner, der wenig Chancen braucht. Deshalb dürfen wir sie nicht noch mit Fehlern zum Toreschiessen einladen,» so Carlos Sturla.

Was das Urner Offensivspiel angeht, hat sich der Knopf bei den Urnern etwas gelöst. Die Konter-Aktionen werden schnell und schnörkellos zu Ende gespielt – ganz nach dem Gusto Carlos Sturlas, der ein Freund des Konterspiels ist. Erfreulich ist auch, dass sich die Verantwortung bei den Urnern auf mehrere Schultern verteilt. So verdienten sich insbesondere Adrian Briker und Remo Schuler, ansonsten häufig Reservisten, gegen Wolfurt just in jener Phase Bestnoten, in der die Stammkräfte Mühe bekundeten. Auch dies ein Verdienst des neuen Trainers, der fleissig durchwechselt und so das Tempo im Urner Spiel hochhält.

Nachdem aufgrund der beiden Siege der Druck etwas weg ist, erhoffen sich die Urner am Sonntag die grosse Überraschung. Für das Spiel steht dem RHC Uri mit Ausnahme des verletzten Nicola Imhof das gesamte Kader zur Verfügung.