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Die weltbesten Cliff-Divers stürzen sich in den Urnersee

Die internationale Elite der Klippenspringer-Szene demonstriert an diesem Wochenende vor einer imposanten Kulisse ihr akrobatisches Können. Rund 5300 Zuschauer verfolgten das Spektakel in Sisikon.
Philipp Zurfluh / Remo Imfanger
Preisrichter (oben) und Zuschauer (unten) beobachten die Kanadierin Lysanne Richard beim Sprung. Bilder: Pius Amrein (Sisikon, 4. August 2018)

Preisrichter (oben) und Zuschauer (unten) beobachten die Kanadierin Lysanne Richard beim Sprung. Bilder: Pius Amrein (Sisikon, 4. August 2018)

Wer an solchen Hitzetagen nach einer Abkühlung sucht, hilft sich meistens mit einem Sprung ins kühle Nass. In Sisikon wird dieses Vorhaben am Samstag ins Extreme getrieben. Aus schwindelerregenden 27 Metern Höhe stürzen sich die besten Klippenspringer aus aller Welt wagemutig in den Urnersee.

Mit Salti und Schrauben versuchen 24 Athleten die 5-köpfige Jury zu überzeugen, ehe sie mit einer Fallgeschwindigkeit von bis zu 85 Kilometern in der Stunde die Wasseroberfläche durchbohren. Dabei achten die Luftakrobaten auf einen sauberen Absprung, die Körperspannung in der Luft sowie ein möglichst spritzerfreies Eintauchen.

Die traumhaften Wetterbedingungen locken bei den gestrigen Vorrunden 5300 Zuschauer nach Sisikon. Viele Schaulustige machen es sich auf bunten Luftmatratzen oder eigenen Gummibooten bequem, um das Spektakel der Red Bull Cliff Diving World Series aus den Logenplätzen mitzuverfolgen.

Die Plattform in Sisikon. (Bild: Jakob Ineichen (Sisikon, 5. August 2018))
Das Spektakel aus der Vogelperspektive. (Bild: Jakob Ineichen (Sisikon, 5. August 2018))
Die Athleten zeigen Sprüngen mit Saltis und Rotationen. (Bild: Jakob Ineichen (Sisikon, 5. August 2018))
Eine Teilnehmerin in Aktion. (Bild: Jakob Ineichen (Sisikon, 5. August 2018))
8200 Zuschauer besuchten am Sonntag den Event. (Bild: Jakob Ineichen (Sisikon, 5. August 2018))
Der Schweizer Teilnehmer Matthias Appenzeller taucht in die Tiefe... (Bild: Pius Amrein (Sisikon, 4. August 2018))
...er ist zufrieden mit seinem Wettkampf. (Bild: Jakob Ineichen (Sisikon, 5. August 2018))
Mit bis zu 85 km/h tauchen die Athleten ins Wasser ein. (Bild: Romina Amato / Red Bull)
Jeder Sprung wird von der 5-köpfigen Jury benotet. (Bild: Pius Amrein (Sisikon, 4. August 2018))
Die Zuschauer machten es sich auf Luftmatratzen, Gummibooten oder Badeinseln bequem. (Bild: Pius Amrein (Sisikon, 4. August 2018))
Zum ersten Mal in der Schweiz tritt auch die Elite der Damen gegeneinander an. (Bild: Pius Amrein (Sisikon, 4. August 2018))
Der Luxemburger Alain Kohl. (Bild: Pius Amrein (Sisikon, 4. August 2018))
Athleten verfolgen die Springer. (Bild: Romina Amato / Red Bull)
Ein Athlet bereitet sich mental vor. (Bild: Romina Amato / Red Bull)
Der Mexikaner Jonathan Paredes. (Bild: Pius Amrein (Sisikon, 4. August 2018))
Der Weissrusse Viktar Maslouski aus Weissrussland stürzt sich in die Tiefe. (Bild: Romina Amato / Red Bull)
Der Schweizer Matthias Appenzeller im Einsatz. (Bild: Romina Amato / Red Bull)
Tolle Kulisse für die Klippenspringer in Sisikon. (Bild: Romina Amato / Red Bull)
Die Red Bull Cliff Diving World Series haben in Sisikon zum dritten Mal stattgefunden. (Bild: Romina Amato / Red Bull)
Beim Wettkampf herrschten für die Athleten sowie Zuschauer traumhafte Bedingungen. (Bild: Romina Amato / Red Bull)
Kris Kolanus aus Polen. (Bild: Romina Amato / Red Bull)
Die Absprunghöhe für Männer beträgt 27 Meter, bei den Frauen 20 Meter. (Bild: Romina Amato / Red Bull)
Eine Athletin auf dem Weg zum Start. (Bild: Romina Amato / Red Bull)
Am Wochenende strömten insgesamt über 13'500 Besucher nach Sisikon. (Bild: Romina Amato / Red Bull)
24 Bilder

Klippenspringen in Sisikon: Aus 27 Metern mit 85 km/h ins Wasser

Schweizer Klippenspringer besteht Premiere

Als einziger Schweizer ist unter den Athleten der in Rupperswil wohnhafte Matthias Appenzeller. Er ist mit dem ersten Wettkampftag zufrieden: «Beim ersten Sprung war ich etwas nervös, weil ich zum allerersten Mal an einem Wettkampf der Red Bull Cliff Diving World Series mitmache», so der Jus-Student. «Den zweiten Sprung konnte ich dann in vollen Zügen geniessen, das Publikum hat unglaublich Stimmung gemacht.» Besonders freue er sich auf heute Nachmittag, wo Appenzeller die anspruchsvolleren Sprünge zum Besten geben wird. Zum ersten Mal in der Schweiz treten auch die Elite der Damen gegeneinander an, die sich von 21 Metern Höhe ins Wasser stürzen.

Die besten Szenen vom Klippenspringen in Sisikon:

Um die Helden der Lüfte aus nächster Nähe zu sehen, ist auch Thomas Berger mit seiner Tochter extra aus Luzern angereist – inklusive Gummiboot. «Bereits beim Hinaufschauen raubt es einem den Atem», so Berger. «Kaum vorstellbar, von da oben hinunterzuspringen.»

Im Vorfeld der Veranstaltung gab es eine Menge zu tun. Seit Januar laufen die Planungen. Dabei kann man auf bewährtes Know-how zurückgreifen. Das Organisationskomitee rund um den OK-Präsident Adrian Scheiber ist mit denselben sechs Personen besetzt wie 2009 und 2010. Für die 370-Seelen-Gemeinde bedeutet der Event beste Werbung: «Der mediale Auftritt ist für uns Gold wert. Wir können der ganzen Welt zeigen, wie schön Sisikon ist», sagt Gemeindepräsident Timotheus Abegg.

Wilhelm Tell hat es vorgemacht

Die Organisatoren von Red Bull sind erfreut darüber, dass nach 2009 und 2010 die Red Bull Cliff Diving World Series wieder in Sisikon Halt machen. «Die Landschaft um das anschauliche Dorf Sisikon ist umwerfend: Hohe Klippen und ein traumhafter See umgeben von Bergen.» Laut dem Veranstalter wurde unter anderem Sisikon ausgewählt, weil hier ein historischer Sprung stattgefunden habe: jener von Wilhelm Tell auf die Tellsplatte.

Wer sich nach noch mehr Spektakel sehnt, der darf sich freuen. Heute Sonntag um 14 Uhr wird der Wettkampf fortgesetzt und startet in die dritte Runde. Das Finale findet schliesslich um 15.30 Uhr statt, eine Stunde später folgt die Siegerehrung. Feierwütige dürfen bei der After Event Party ab 18 Uhr das Wochenende gemütlich ausklingen lassen.

So springen die Athleten in die Tiefe:

Das sagt der Schweizer Matthias Appenzeller nach seinem Wettkampf

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