Die wichtigsten Aussagen der Urner Regierungsratskandidaten

Gewählt wird in Uri am 8. März. Im Theater Uri nahmen die Regierungsratskandidaten Stellung.

Markus Zwyssig
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Die neun Kandidaten für den Urner Regierungsrat massen sich auf der Bühne des Theaters Uri. Die wichtigsten Aussagen finden Sie hier:

Christian Arnold, SVP

Christian Arnold.

Christian Arnold.

Urs Hanhart / Urner Zeitung

Der ehemalige Landratspräsident kandidiert als SVP-Vertreter für die Regierung. Zurzeit ist die Partei nicht vertreten. Der 42-jährige Seedorfer Christian Arnold findet es an der Zeit, dass sich dies ändert. Uri sei attraktiv, was den Tourismus und die Landschaft betreffe. Die Wege seien kurz, das biete viele Chancen. Zur neuen West-Ost-Verbindung meinte er, diese brauche es. Er sei gespannt, wie viele Unterschriften zum WOV-Kreisel bei der Schächenbrücke gesammelt würden. Diese müsse man ernst nehmen, so Arnold.

Pascal Blöchlinger

Pascal Blöchlinger.

Pascal Blöchlinger.

Urs Hanhart / Urner Zeitung

Der Altdorfer SVP-Politiker ist zurzeit Landratspräsident. Jetzt hofft der 42-Jährige, als wilder Kandidat den Sprung in die Regierung zu schaffen. Er sei der Einzige, der die Aussensicht mit seinem ausserkantonalen Unternehmen einbringen könne. Bei der Integration in der Regelklasse seien Lehrpersonen gefordert und zum Teil sogar überfordert. Das sei ein Problem, das man lösen müsse. Er wolle diese Kinder nicht ausgrenzen, aber sie wären in einer Sonderschule unter Ihresgleichen besser aufgehoben.

Daniel Furrer

Daniel Furrer.

Daniel Furrer.

Urs Hanhart / Urner Zeitung

Der 48-jährige Erstfelder ist seit 2008 im Landrat. Der CVP-Politiker ist Meisterlandwirt und arbeitet als Landwirtschaftlicher Betriebsberater. Er setzt sich für ein gutes Bildungssystem und insbesondere eine starke Lehrlingsausbildung ein. Letzteres solle vermehrt in Uri angeboten werden. «Der Kanton hat diesbezüglich noch Potenzial», gab sich Furrer überzeugt. Die Integration schwächerer Schüler in die Regelklasse stelle eine grosse Herausforderung dar. Diesbezüglich bestehe Handlungsbedarf.

Georg Simmen

Georg Simmen.

Georg Simmen.

Urs Hanhart / Urner Zeitung

Der Realper FDP-Politiker will frischen Wind in die Regierung bringen. Er verspricht, auch unbequeme Themen anzupacken. «Mit Leib und Seele» will er sich für Uri einsetzen. Dass es bereits einen Urschner in der Regierung hat, sieht der 46-Jährige nicht als Problem. Es komme auf die Kompetenz an, nicht auf die Herkunft. Simmen schaut der Regierung auf die Finger, sagt aber auch, es werde sehr viel richtig gemacht. Wichtig sei, dass man Arbeitsplätze anbiete für Menschen, die nach ihrer Ausbildung zurückkehren möchten.

Urban Camenzind

Urban Camenzind.

Urban Camenzind.

Urs Hanhart / Urner Zeitung

Er ist seit acht Jahren Volkswirtschaftsdirektor. Mit Kantonsbahnhof, Werkmatt, aber auch im Bereich Tourismusressort Andermatt mit der Skiverbindung habe man einiges in Bewegung gebracht, sagt der 54-jährige Urban Camenzind. Und das möchte er weiterführen. Insbesondere in der Werkmatt hofft der Bürgler CVP-Politiker, Ansiedlungen zu realisieren. Wenn sich die jungen Urner auswärts weiterbilden, müsse man dies positiv sehen. Wichtig sei, dass man entsprechende Arbeitsplätze anbieten könne.

Beat Jörg

Beat Jörg.

Beat Jörg.

Urs Hanhart / Urner Zeitung

Seit acht Jahren ist der Gurtneller Bildungs- und Kulturdirektor. «Uri ist enorm gut unterwegs», stellte Beat Jörg erfreut fest. Er strich das grosse kulturelle Angebot im Kanton Uri hervor. Über die Ende Monat bevorstehende offizielle Eröffnung des neuen Forschungsinstituts Kulturen der Alpen zeigte er sich sehr erfreut. Der 62-Jährige sagte, er sei motiviert für eine weitere Amtsperiode. Er hoffe auf eine ehrenvolle Wahl. Es gehe aber nicht darum, es allen recht zu machen, sondern er vertrete eine klare Haltung.

Dimitri Moretti

Dimitri Moretti.

Dimitri Moretti.

Urs Hanhart / Urner Zeitung

«Uri ist der sicherste Kanton in der Schweiz», zeigte sich der 47-Jährige erfreut, um damit durch die Blume auf seine Leistung als Sicherheitsdirektor hinzuweisen. Seit vier Jahren ist der Erstfelder der einzige Linke in einer Zentralschweizer Regierung. Er wolle seine soziale und ökologische Haltung weitere vier Jahre einbringen. Er ist zuversichtlich, wieder gewählt zu werden – denn er hofft auf den Bisherigen-Bonus. Chancen sieht er durch die Intercity-Halte, welche vor allem die Verbindungen ins Tessin verbessern.

Roger Nager

Roger Nager.

Roger Nager.

Urs Hanhart / Urner Zeitung

Als Baudirektor habe er viele Projekte am Laufen, sagte Roger Nager. Der 49-jährige Landammann will in den nächsten vier Jahren beweisen, dass es am Axen vorwärts geht und ebenfalls mit der neuen West-Ost-Verbindung, bei der zurzeit noch Einsprachen abgearbeitet werden müssen. Auch der Neubau des Kantonsspitals wird konkrete Formen annehmen. Als Landammann habe er viele Kontakte geknüpft. Diese wolle er weiterhin für Uri nutzen. Der Andermatter verspricht explizit, sich für die Frauen einzusetzen.

Urs Janett

Urs Janett.

Urs Janett.

Urs Hanhart / Urner Zeitung

Der 44-jährige Altdorfer FDP-Politiker ist Finanzdirektor. Bei einer Wahl verspricht er, dass er sich während 365 Tagen im Jahr inner- und ausserkantonal für Uri einsetze. Uri habe sehr kurze Wege und sei ein sicherer Kanton. Verstärkt müsse sich Uri als offener Kanton präsentieren. Netzwerke wie jenes der Urner Ärzte erachtet er als zielführend. Die West-Ost-Verbindung müsse man möglichst schnell bauen, so wie es mit den Gemeinden abgesprochen sei. Bei den Velowegen müsse man aufzeigen, was man prioritär behandeln wolle.