Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Korporation Uri im Fokus der Wissenschaft

Eine internationale wissenschaftliche Tagung im Kulturkloster Altdorf vom 8. bis 9. Juni beschäftigt sich mit der gemeinsamen Nutzung von Kulturland. Dazu hat sich auch eine Nobelpreisträgerin geäussert.
red/uus
Das Kulturkloster in Altdorf ist Ort des Workshops. (Archivbild: Urs Hanhart)

Das Kulturkloster in Altdorf ist Ort des Workshops. (Archivbild: Urs Hanhart)

In Uri werden Wälder, Weiden und Alpen seit Jahrhunderten gemeinschaftlich bewirtschaftet. Gemeingüter sind im gesamten Alpenraum verbreitet und werden getragen von historisch gewachsenen Korporationen, Bürgergemeinden, Bergschaften und ähnlichen Institutionen.

Solche partizipativen Bewirtschaftungsformen haben durch die Arbeiten der Nobelpreisträgerin Elinor Ostrom grosse internationale Aufmerksamkeit erhalten. In ihrem Hauptwerk «Governing the Commons» zeigt sie, wie die kollektive Regulierung lokaler Ressourcen erfolgreicher und nachhaltiger sein kann als staatliche oder marktwirtschaftliche Steuerung.

Vom 18. Jahrhundert bis heute

Seit dem Jahr 2017 befasst sich das interdisziplinäre Projekt, das durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanziert wird, mit den gemeinschaftlich genutzten Weiden und Wäldern. Diese werden in der historischen Langzeitperspektive vom 18. Jahrhundert bis heute und im schweizerischen Vergleich analysiert. An diesem interdisziplinären Forschungsprojekt beteiligen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der verschiedensten Fachrichtungen und Disziplinen. Sozialanthropologen, Historiker, Politologen, Humangeographen und Ökonomen untersuchen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Regelwerke und Organisationsformen, in denen kollektives Eigentum verwaltet und genutzt wird.

Organisiert vom Historischen Institut der Universität Bern und mit Unterstützung unter anderem der Korporation Uri, findet nun vom 8. bis 9. Juni im Kulturkloster Altdorf ein Workshop zu dieser Thematik statt. Dabei werden Forschungsarbeiten aus allen fünf Alpenstaaten vorgestellt und im Plenum diskutiert. Am Freitagabend findet zudem von 20 bis 21.30 Uhr eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema «Korporation Uri: Allmendnutzung mit Zukunft? – Eine Institution zwischen Tradition und Wandel» statt. Unter der Moderation von Tobias Haller (Sozialanthropologe, Universität Bern) diskutieren Rolf Infanger (Präsident Korporation Uri), Urban Camenzind (Regierungsrat Kanton Uri), Othmar Zgraggen (Präsident Urner Alpkäseproduzenten), Pia Tresch (Geschäftsstellenleiterin Pro Natura Uri) und Rahel Wunderli (Historikerin, Universität Bern).

Hinweis

Die öffentliche Podiumsdiskussion findet am 8. Juni in der Kirche des Kulturklosters Altdorf statt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.