Dienstaltersgeschenk für Lehrer: Landrätin will Privileg abschaffen

Claudia Gisler (CVP, Bürglen) beantragt mit einer Motion, dass Lehrpersonen nur noch für die langjährige Anstellung innerhalb derselben Gemeinde belohnt werden. Bisher konnten die Dienstjahre innerhalb des Kantons zusammengezählt werden.

Florian Arnold
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Heute erhalten Lehrpersonen für ihr langjähriges Wirken im Kanton Uri ein Dienstaltersgeschenk, das in Form von Ferien oder Lohn bezogen werden kann. Geregelt ist dies in der Personalverordnung des Kantons, das für die gesamte Kantonale Verwaltung gilt. Nach 20 Dienstjahren und in der Folge alle 5 Jahre erhält jeder Angestellte eine Monatsbesoldung. Nach 25 Jahren beträgt die Gratifikation einmalig anderthalb Monatslöhne und nach 40 Jahren zwei Monatslöhne. Allerdings macht Landrätin Gisler eine Bevorzugung der Lehrpersonen aus: Denn diese können die Dienstjahre innerhalb des ganzen Kantons kumulieren, auch wenn sie zwischendurch die Gemeinde gewechselt haben.

Regime hat sich mit Finanzausgleich verändert

«Die Träger der Volksschulen sind die Gemeinden oder Gemeindeverbände. Sie sind somit auch Anstellungsbehörde ihrer Lehrpersonen», führte Gisler im Landrat aus. Bis zur Umsetzung des innerkantonalen Finanzausgleichs leistete der Kanton Uri Beiträge an die Besoldung der Lehrpersonen. Allerdings zahlt der Kanton seit 2008 Schülerpauschalen. Für die Besoldung der Lehrpersonen sind seither aber vollumfänglich die Anstellungsgemeinden zuständig. Deshalb sollen künftig auch nur noch die Dienstjahre in derselben Anstellungsgemeinde berücksichtigt werden.

«Lehrpersonen sollen für die Treue zum selben Arbeitgeber belohnt werden», betonte Gisler. «Ihnen stehen Dienstaltersgeschenke ebenso zu wie den Mitarbeitern der Kantonalen Verwaltung oder der Gemeindeverwaltungen zu. Doch kein anderer Mitarbeiter, für den die Personalverordnung des Kantons Uri gilt, kann die Dienstjahre kumulieren, wenn sie ihre Arbeitsstelle gewechselt wird.» Deshalb solle dieses Privileg im Sinne einer Gleichbehandlung aufgehoben werden.