Diese drei Danioth-Werke beeindrucken die drei Gäste

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Altdorf Die Rechtsanwältin und Notarin Patrizia Danioth Halter, die Pflegefachfrau und Kulturveranstalterin Nina Marty und der frisch pensionierte Primarlehrer und Heilpädagoge Viktor Nager werden morgen Abend ihre ganz persönliche Sicht auf ein Danioth-Werk werfen.

Patrizia Danioth hat aus dem Archiv die grossformatige Malerei «Axenwand» aus dem Jahre 1937 gewählt. Auf dem Ölgemälde stehen sich die unter Mühsal erbaute, eingleisige Bahnlinie mit Tunnel und der riesige, schroffe Axenkoloss gegenüber. Die Anwältin, welche in ihrer Kommissionstätigkeit auch mit Verkehrs- und Eisenbahnfragen kon­frontiert wird, hat dieses Bild animiert, von den Herausforderungen der Urner Landschaft zu berichten. Dabei geht es sowohl um Schönheit wie auch Bedrohung durch die Bergwelt wie auch um Mobilitätsbedürfnisse als Her­ausforderung.

Nina Marty hat ohne Berührungsängste das Bild «Komposition mit Skelett» gewählt. Heinrich Danioth hat die Darstellung eines Skeletts in einer verschneiten Felsspalte 1925 gemalt. Die Konfrontation mit der menschlichen Endlichkeit hat Nina Marty angesprochen. Sie wird Einblick geben in ihre Erfahrungen mit dem Sterben im beruflichen Alltag als Pflegefachfrau.

Ebenfalls ein Frühwerk des Urner Künstlers hat Viktor Nager ins Visier genommen. Die ­«Anstältler», eine Zeichnung mit schwarzer Fettkreide, hat Da­nioth 1922 angefertigt. In zwei Reihen sieht man Kinder aus der «Anstalt» unter Aufsicht einer Klosterfrau dahinschreiten. Nager wird eine Geschichte aus der eigenen Primarschulzeit vorlesen und das aufgegriffene pädagogische Thema mit Erfahrungen aus seiner Lehrertätigkeit und seinem politischen Engagement erläutern. (MZ)