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DISKUSSION: Bauen steht Fusion positiv gegenüber

Nach Seedorf ging auch in Bauen das Bevölkerungsforum über das Fusionsprojekt Seedorf-Bauen über die Bühne. 50 Einwohner von Bauen diskutierten konstruktiv über Vor- und Nachteile einer Fusion.
Georg Epp
Ein Blick auf das Dorf Bauen. (Bild: Urs Hanhart)

Ein Blick auf das Dorf Bauen. (Bild: Urs Hanhart)

Georg Epp

redaktion@urnerzeitung.ch

Der Gemeinderat Bauen verfügt seit November 2016 über die Zustimmung der Bevölkerung zu Fusionsverhandlungen mit der Gemeinde Seedorf. An der positiven Stimmung hat sich seither nicht viel geändert. Am Mittwoch, 28. März, war die Bevölkerung nun eingeladen, am Bevölkerungsforum teilzunehmen um in angeregten Diskussionen Vor- und Nachteile abzuwägen, aber auch um Fragen zu stellen. Zum Bevölkerungsforum eingeladen haben die BDO AG und die Hochschule Luzern, die das Projekt gemeinsam begleiten.

«Eine Fusion beinhaltet sehr viel mehr, ist komplexer als anfänglich gedacht und ist im Kanton Uri eine Premiere», sagte Gemeindepräsident Andreas Gisler einleitend. Er freute sich über den Grossaufmarsch von 50 Einwohnern. Vier Personen vom Gemeinderat Isenthal waren ebenfalls zu Gast. Stefan Käppeli von der Hochschule Luzern leitete anschliessend das Forum.

Fusion schürt Hoffnungen und Befürchtungen

In drei Arbeitsgruppen wurden Erwartungen, Hoffnungen und Befürchtungen der Bevölkerung zur Fusion eruiert und die spezifischen Bedürfnisse der Bevölkerung aufgenommen.

Die Teilnehmer am Forum erhoffen sich stabile Finanzen und Steuersätze, den positiven Synergie-Effekt auf allen Ebenen zu nutzen, den Druck auf neue Behördenmitglieder zu senken. Man hofft auch, als grössere Gemeinde stärker auftreten zu können, und dass das ÖV-Angebot mindestens nicht schlechter wird. Im Gegenzug wird befürchtet, dass Bauen die Eigenständigkeit, eventuell auch Namen und Wappen verlieren könnte. Viele befürchten auch, dass das Mitspracherecht in Bauener Anliegen an Gewicht verlieren könnten. Als Nachteil aufgelistet wurde auch die geografische Distanz. Sowie die Angst, dass der Zusammenhalt und die Energie für persönliches Engagement in der Gemeinde abnehmen werden.

Wichtig bei einer Fusion sei eine gute Kommunikation und Zusammenarbeit und dass die Anliegen von Bauen genügend berücksichtigt werden. Dazu sollen ein Gemeinderatsmitglied und auch ein Sitz im Landrat garantiert sein. Bleiben sollen auch die eigene Feuerwehr, der Schulbus und der eigene Bürgerrat. Der Charakter von Bauen soll unbedingt erhalten bleiben. Man will auch die junge Generation motivieren, aktiv an der Zukunft mitzugestalten. Bauen möchte nach einer Fusion keine Vernachlässigung der Immobilien und Infrastrukturen. Auch Badeplätze, Spielplatz, Sportplatz, Wanderwege und der alte Landweg sollen weiterhin gepflegt werden.

Wenn möglich bleiben sollen auch Gemeindename, Wappen, Bürgerort, Postleitzahl und das Ortsschild Bauen (Gemeinde Seedorf). Fragen wurden gestellt in Bezug auf die Auswirkungen des ÖV, die Höhe des Kantonsbeitrages, die Unabhängigkeit der Kirche und der Bürgergemeinde. Und letztlich wollte man auch wissen, welche Kosten bei einer Fusion für die Gemeinde Bauen entstehen.

Gemeindepräsident: «Die Vorteile überwiegen»

Am Schluss des zweistündigen Forums zeigte sich Gemeindepräsident Gisler erfreut und optimistisch, einen weiteren Schritt Richtung Fusion gemacht zu haben. Unter anderem meinte er im Gespräch: «Die ganze Verwaltung und die Schulen sind ja bereits in Seedorf.» Er zeigt sich überzeugt: «Die Vorteile überwiegen. Man muss das Gesamtprojekt im Auge behalten, und es darf nicht an einem kleinen Detail scheitern.» Überzeugt ist er auch, dass für umstrittene Punkte faire und gute Kompromisslösungen für beide Gemeinden gefunden werden.

In Arbeitsgruppen werden nun die Ergebnisse der beiden Bevölkerungsforen Seedorf und Bauen analysiert und gebündelt. Ende Juni, Anfang Juli werden in einem zweiten Forum die Ergebnisse der ersten Bevölkerungsforen in beiden Gemeinden präsentiert und diskutiert. Danach folgt ein konkretes Fusionsgesuch an den Kanton Uri.

Im Herbst 2019 können die Stimmbürger von Seedorf und Bauen an der Urne über die Fusion entscheiden. Bei einem Ja könnte die Fusion der beiden Gemeinden Seedorf und Bauen am 1. Januar 2021 in Kraft gesetzt werden.

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