Diverse Bauprojekte stehen in Erstfeld an

Die Bevölkerung hat an der Gemeindeversammlung alle Rechnungen genehmigt. Informiert wurde über die Totalsanierung des Grundwasserpumpwerks Jagdmatt.

Paul Gwerder
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Das Interesse an den Geschäften der Gemeindeversammlung in Erstfeld war diesmal nur mässig. (Bild: Urs Hanhart, 7. Juni 2018)

Das Interesse an den Geschäften der Gemeindeversammlung in Erstfeld war diesmal nur mässig. (Bild: Urs Hanhart, 7. Juni 2018)

Nur gerade 36 Stimmberechtigte nahmen an der Gemeindeversammlung vom Mittwochabend, 5. Juni in Erstfeld teil – ein absoluter Minusrekord. Die Rechnung der Einwohnergemeinde wurde ohne Wortmeldung gutgeheissen. Es resultiert ein Gewinn von rund 26'600 Franken, dies nach zusätzlichen Abschreibungen von 175'000 Franken. Die Rechnung der Gemeindewerke weist einen Unternehmensgewinn von 203'000 Franken aus, die Schlussrechnung des «Spannort» ist mit 158'700 Franken defizitär. Beide Rechnungen wurden von den Anwesenden genehmigt. Die vorgelegten Einbürgerungsgesuche wurden gutgeheissen.

Gemeindepräsidentin Pia Tresch orientierte zu Beginn der Versammlung über diverse Themen und Projekte, so zum Projekt Sportanlage Pfaffenmatt. «Die feierliche Einweihung der Sport- und Freizeitanlage Pfaffenmatt war ein Freudentag. Nun bleibt nur noch die Sanierung des Naturrasens, welcher bis Mitte 2020 abgeschlossen sein sollte», hofft die Gemeindepräsidentin.

Kommission sucht Standort für Feuerwehrlokal

Des Weiteren gab es Informationen zur Planungskommission Schulanlagen. Die Planungskommission hat gemäss Auftrag eine Gesamtschau über alle Schulanlagen erstellt. «In den nächsten Wochen wird entschieden, wann und in welcher Form die Botschaft der Bevölkerung unterbreitet wird», erklärte Pia Tresch. Gleichzeitig ist eine Planungskommission auf der Suche nach einem neuen Standort für das neue Feuerwehrlokal. Mit der zukünftigen Nutzung des Kirchmattschulhauses beschäftigt sich eine andere Kommission.

Wasserversorgung: Neue Grundgebühr steht zur Debatte

(gw) Die Wasserversorgung mit 4,7 Millionen Franken massiv verschuldet. «Deshalb war geplant, dass die Gemeinde uns mit einem Dotationskapital von 2 Millionen Franken aushilft, dem die Bürger an der Urne aber zuerst zustimmen müssen. Um den Eigenfinanzierungsgrad zu erhöhen, planten wir für die nächsten sieben Jahre die Grundgebühr um zusätzliche 150 Franken pro Wohnung erhöhen», sagte Verwaltungsratspräsidentin der Gemeindewerke, Karin Gaiser. Damit war aber der Preisüberwacher nicht einverstanden. Er anerkennt aber die Notwendigkeit der finanziellen Sanierung der Wasserversorgung und schlägt vor, eine neue Grundgebühr von 100 Franken pro Anschluss und Liegenschaft zu verlangen. «Die Gemeindewerke und auch der Gemeinderat können damit leben, auch wenn das Ziel damit weniger schnell erreicht wird», so Karin Gaiser. Die Gemeindewerke werden an der nächsten Gemeindeversammlung einen entsprechenden Antrag dem Volk vorlegen.

Die Gemeindepräsidentin gab eine Zusammenfassung über die Causa UKB ab. «Der Gemeinderat ist zusammen mit Wassen mit den befristeten Kompromissen seitens der UKB-Bankleitung nicht einverstanden, da befürchtet wird, dass nach einer erneuten Überprüfung der UKB, die für das Jahr 2021 vorgesehen ist, das Personal gänzlich abgezogen wird.» Aus diesem Grund hat der Gemeinderat von Wassen und Erstfeld eine Petition für den Erhalt der Geschäftsstelle und der Filiale lanciert, damit sich die Bevölkerung zu dieser Geschichte äussern kann.

Auch auf einige geplante Neubauten kam die Gemeindepräsidentin zu sprechen. So ist die Baubewilligung für die Ryyssboogäbrugg inzwischen erteilt worden und im Herbst soll mit dem Bau begonnen werden. Das Gleiche gilt für den Neubau des Pfadiheims Uri und der Spatenstich für den Bau der Fischzuchtanlage Basis 57 soll noch in diesem Sommer erfolgen.

Auslastung des «Spannorts» beträgt 98 Prozent

Peter Dittli, Geschäftsführer der Gemeindewerke, informierte, dass vom Juni bis August das Grundwasserpumpwerk Jagdmatt total saniert wird. «Nach dem Spatenstich wird im Spätach am Kraftwerk Erstfeldertal mit Hochdruck gearbeitet. Dank einer Baustellen-Webcam kann man den Baufortschritt hautnah miterleben», orientierte Dittli.

Bernhard Indergand, Verwaltungsratspräsident des Betagten- und Pflegeheims Spannorts, sprach von einer guten Auslastung von 98 Prozent. Aktuell sind dort 76 Personen untergebracht. «Und diesen gefällt es dort sehr gut, denn nach einer Bewohner- und Angehörigenbefragung stellte sich heraus, dass es sich im ‹Spannort› gut leben lässt», erklärte Indergand. Abschliessend gab er bekannt, dass er auf Ende Jahr 2019 als Präsident demissionieren wird.