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Diverse Verwendungszwecke

Geschichtliches Glocken für Haustiere werden schon seit Jahrtausenden weltweit eingesetzt. Die ältesten Glocken fand man in Ägypten, und zwar 1500 vor Christus. Griechen und Römer haben Bronzeglocken gegossen. Aus der Hallstattzeit, 500 vor Christus, datieren Funde von Eisenschellen.

Das Herdengeläut ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Das Fahrgeläute ist vor allem im Alpenraum zu finden. Während des Alpsommers tragen die Tiere die kleinen Weidglocken, die grossen Fahrtreicheln hängen bis zum Ende des Alpsommers in der Hütte oder unter dem Vordach. Die Glocken und Schellen dienen als Signale für Hirten – sie zeigen den Standort und die Aktivität des Viehs an. Es soll zudem die Tiere schmücken, beruhigen, die Leitkuh kennzeichnen und die Herde zusammenhalten.

Unheil abweisen und Geister vertreiben

Glocken werden auch unheilabweisende Kräfte zugeschrieben: Sie sollen Geister vertreiben und sind darum oft mit religiösen Motiven verziert. Die grossen aus Blech geschmiedeten Klang­körper bezeichnet man in der Ostschweiz als Schölle (AI, AR, SG), die übrige Schweiz be-­ nennt sie als Treicheln, der Urner spricht im Dialekt von «Tryychlä». Die grossen Exemplare nennt man Fahrtreicheln, französisch sonaille, toupin.

Die kleineren, rundlich geschmiedeten Treicheln tragen je nach Landesgegend verschiedene Namen. So nennt man sie etwa «Plumpä» (GR), «Brummä» und «Rumplä» (VS) oder «Glungga» (GR, FR). Die flachen Stahlblechschellen heissen «Chlepfe», «Chlöpfe», «Chlopfer» (GR, VS, NW, SZ, SG, GL, Bl, BE, FR) oder «Bissä» (UR, SZ, OW, NW). (ch)

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