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DOGDANCE: Urnerin tanzt mit ihren Hunden: «Im Dogdance ist alles möglich»

Sandra Schneider tanzt mit ihren Hündinnen an Turnieren im In- und Ausland. Sie bricht damit auch eine Lanze für eine Rasse, die man so beim Dogdance nicht erwarten würde.
Ein «Hopp!» genügt, und Hündin Lilou springt Frauchen Sandra Schneider über die Arme. (Bild: Nadia Schärli (Schattdorf, 21. April 2017))

Ein «Hopp!» genügt, und Hündin Lilou springt Frauchen Sandra Schneider über die Arme. (Bild: Nadia Schärli (Schattdorf, 21. April 2017))

Sandra Schneider kauert am Boden, das Gesicht in die Hände gelegt, ihr gegenüber liegt Flame. Mit den ersten Tönen von «Total Eclipse Of The Heart» von Bonnie Tyler beginnt die Hündin, mit dem Schwanz zu wedeln. Die Show kann beginnen.

«Rolle!», sagt Schneider, Flame rollt sich zur Seite. «Um mich», die Hündin läuft um ihr Frauchen. Und so beginnt der Tanz, mit dem die 33-Jährige und Flame derzeit an Dogdance-Turnieren im In- und Ausland auftreten und sich gar für die Teilnahme an den Europameisterschaften in Belgien vom kommenden August qualifiziert haben. Als nächstes wartet Hündin Lilou auf ihren Einsatz. Auch mit ihr betreibt Schneider Dogdance auf Turnier-Niveau.

In Europa die einzige Tänzerin mit dieser Rasse

Die deutsche Wahl-Urnerin sorgt mit ihren Hunden nicht nur wegen der Tänze für staunende Blicke an Turnieren. Mit Lilou und Flame rechnet im Dogdance nämlich keiner. Meist sind es Bordercollies, die in der Disziplin die Schnauzen vorne haben. Da gehört Schneider mit ihren Staffordshire-Bullterrier-Hündinnen zu den absoluten Exoten unter den Dogdancern. «In Europa bin ich gar die einzige, die mit dieser Rasse an Turnieren teilnimmt.»

Dabei sieht sich Schneider auch als Botschafterin, wie sie sagt. Der Staffordshire Bullterrier, kurz: Staffbull, gehört nämlich zu den so genannten Kampfhunden, deren Haltung in Kantonen wie Zürich oder dem Wallis aufgrund der «Liste gefährlicher Hunde» gar verboten oder mit einer Maulkorb-Pflicht verbunden ist. Indem sie an den jährlich bis zu zwölf Auftritten im In- und Ausland zeigt, wozu ihre Hündinnen fähig sind, will Schneider Vorurteile abbauen. Mit Erfolg, wie sie sagt: «Die Reaktion der Leute ist durchweg positiv, wenn sie Flames und Lilous Freude während des Tanzes sehen.»

Flame und Lilou sind grosse Vorbilder

Ausserdem seien Flame und Lilou der beste Beweis dafür, dass alle Hunde tanzen können, sagt Schneider. «Solange es Hund und Halter Spass macht, ist im Dogdance alles möglich.» Die Choreografien würden auf jeden Hund individuell abgestimmt, egal wie gross, klein, jung, alt oder fit er ist. Diese Erfahrung gibt Schneider denn auch als Hundetrainerin in Dogdance-Kursen im Hundezentrum Teamwork in Schattdorf weiter. Hier sind Flame und Lilou bereits jetzt grosse Vorbilder.

Carmen Epp

carmen.epp@urnerzeitung.ch

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