DREHARBEITEN: Altdorferin spielt Sennentuntschi – manchmal

Die Urnerin Tina Truschner schnuppert Filmluft: Beim Dreh von «Sennentuntschi» kommt sie zum Einsatz, wenn die Hauptdarstellerin in der Wärme wartet.

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Wird in manchen Einstellungen als rächerische Puppe zu sehen sein: Tina Truschner. (Bild Elias Bricker/Neue UZ)

Wird in manchen Einstellungen als rächerische Puppe zu sehen sein: Tina Truschner. (Bild Elias Bricker/Neue UZ)

Das Schächental dient derzeit als Drehort für einen Kinofilm: Regisseur Michael Steiner verfilmt die Sage «Sennentuntschi» neu (siehe Artikelverweis). Seit rund zwei Wochen drehen er und seine Crew auf einer Alp in Unterschächen. Beteiligt ist auch die 19-jährige Altdorferin Tina Truschner neben Schauspieler Hanspeter Müller-Drossaart die einzige Urnerin am Set. Und ihr Job ist speziell: Sie arbeitet als Stand-In der Hauptdarstellerin Roxane Mesquida, welche die lebendig gewordene Puppe Sennentuntschi verkörpert. Das heisst: Die Produzenten machen die Licht- und Kameraeinstellungen vor dem Dreh einer Szene nicht mit Roxane Mesquida, sondern mit Tina Truschner zumindest bei schlechtem Wetter. Schliesslich soll der Star nicht unnötig frieren oder belastet werden. «Ich bin eine Art Double», erklärt Tina Truschner ihren Auftrag.

«Wahnsinnig interessant»
Meist erfährt sie erst am Vorabend, ob sie bei den Dreharbeiten eingesetzt wird. Zuletzt wurde sie nur selten zum Set beordert. Dann ging die Berufsmaturandin eben normal zur Schule. «Und wenn ich auf dem Set warten muss, schaue ich den Produzenten über die Schulter. Die Arbeit an einem Film ist wahnsinnig interessant», sagt sie.

Der Zufall half
Der Job im Schächental kam für Tina Truschner eher zufällig. Möglich gemacht hat es Kinobetreiberin Lory Schranz, die gute Beziehungen zu den Produzenten pflegt. Zuerst fragte Schranz Tina Truschners Schwester Anna, die nebenbei bei ihr im Kino arbeitet. Da Anna aber wegen ihres Studiums keine Zeit dafür hatte, schlug Anna ihre Schwester vor.

Elias Bricker

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Urner Zeitung.