Drei Urner Gemeinden sensibilisieren mit Tulpen für Brustkrebs

In Seelisberg, Unterschächen und Schattdorf blühen vor den Gemeindehäusern weisse und rosa Tulpen. Die Gemeinden sind Teil der Sensibilisierungskampagne für Brustkrebs «1 Tulpe fürs Leben».

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Judith Durrer, Gemeindepräsidentin, und Roland Gisler, Leiter Bauten + Infrastruktur, vor dem Gemeindehaus Seelisberg.

Judith Durrer, Gemeindepräsidentin, und Roland Gisler, Leiter Bauten + Infrastruktur, vor dem Gemeindehaus Seelisberg.

Bild: PD

(sok) In der Schweiz ist Brustkrebs die häufigste Todesursache bei Frauen im Alter zwischen 40 und 50 Jahren. Landesweit ist eine von acht Frauen davon betroffen. Zudem ist fast jeder Schweizer und jede Schweizerin schon in irgendeiner Form mit der Diagnose Krebs konfrontiert worden, sei es durch Erkrankungen in der eigenen Familie oder im näheren Bekanntenkreis. Die Mittel gegen Krebs sind aber noch immer begrenzt. Trotz Früherkennung und neuer Therapien verläuft die Erkrankung noch sehr oft tödlich – auch wenn die Zahlen inzwischen rückläufig sind.

Dies hat die Gemeinderäte von Seelisberg, Unterschächen und Schattdorf dazu bewogen, sich an der Aktion «1 Tulpe fürs Leben» des im Waadtland beheimateten Vereins L’aiMant Rose zu beteiligen, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Im Oktober 2019 wurde deshalb eine Blumenrabatte vor den drei Gemeindehäusern mit Tulpenzwiebeln bestückt: eine rosa Tulpe umgeben von sieben weissen Tulpen. Tulpen stehen weltweit als Symbol der Zuversicht und der Hoffnung. Rosa ist zudem die Farbe des internationalen Kampfes gegen den Brustkrebs.

Eine rosa Tulpe steht für eine an Brustkrebs erkrankte Frau

Die nun in Seelisberg, Unterschächen und Schattdorf blühenden rosaroten Tulpen stehen symbolisch für eine von acht Frauen, die gemäss Statistik an Brustkrebs erkranken. Seelisberg, Unterschächen und Schattdorf gehören zu den insgesamt 421 Gemeinden in der ganzen Schweiz, die beschlossen haben, sich an der Sensibilisierungskampagne des Vereins L’aiMant Rose zu beteiligen.

Ursprünglich war vorgesehen gewesen, dass die Vertreter von L'aiMant Rose im Mai die verschiedenen Standorte besucht hätten, um die schweizweite Aktion dann auf der Datenplattform des Vereins einem breiteren Publikum vorzustellen. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie wurde das geplante Vorhaben jedoch abgesagt. Der Besuch der Vertreter von L'aiMant Rose in Unterschächen, Seelisberg und Schattdorf wurde auf das Jahr 2021 verschoben.

Ein Zeichen der Solidarität

«Die Tulpen blühen nun, und wir haben beschlossen, unsere Aktion auch ohne Besuch von Vertretern von L'aiMant Rose publik zu machen und zu erläutern», schreiben die drei Urner Gemeinderäte in einer gemeinsamen Medienmitteilung. «Mit unserer Aktion wollen wir die Bevölkerung für das Thema Brustkrebs sensibilisieren und einen Beitrag gegen die Tabuisierung dieser Krankheit leisten», sagt der Unterschächner Gemeindepräsident Iwan Imholz.

Seine Seelisberger Amtskollegin Judith Durrer ergänzt: «Wir wollen mit der rosarot-weissen Blütenpracht vor unseren Gemeindehäusern nicht nur Aufmerksamkeit für diese Krankheit wecken, sondern gleichzeitig auch unsere Solidarität mit den Betroffenen bekunden.» Der Gemeindepräsident von Schattdorf, Bruno Gamma, wünscht den Betroffenen und deren Angehörigen viel Kraft, Mut und Zuversicht in ihrer schwierigen Situation.